Ausgabe 04-05/2003

Auch kleinen und mittleren Unternehmen werden seit einiger Zeit neue Vorschläge für den geschäftlichen Datenaustausch unterbreitet. Dabei handelt es sich um den Einsatz von E-Business- Standards gegenüber Kunden und Lieferanten etwa über Aufträge, ...
Auch kleinen und mittleren Unternehmen werden seit einiger Zeit neue Vorschläge für den geschäftlichen Datenaustausch unterbreitet. Dabei handelt es sich um den Einsatz von E-Business- Standards gegenüber Kunden und Lieferanten etwa über Aufträge, Produktoder Leistungsangebote, finanzielle Vereinbarungen und Verträge der verschiedensten Art. Als Absender der Empfehlungen treten unter anderem Fachverbände, Forschungsinstitute, ja selbst Wirtschaftsministerien auf, die sich um die aktuelle und künftige Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen sorgen. Denn nach den Erkenntnissen der diversen Ratgeber ist die internetbasierte Zusammenarbeit zwischen den Geschäftspartnern allgemein noch unterentwickelt. Es werde verkannt, welche Kosteneinsparungspotenziale bei der Verwendung von schematischen Standards auf diesem Gebiet bestehen und dass sich bereits zahlreiche Großunternehmen der bekannten E-Business-Anwendungen bedienen. Ob Zulieferer aller Art, Handel oder Handwerk – auf längere Sicht müssen die kleinen und mittleren Firmen etliche Nachteile in Kauf nehmen, sollten sie nicht früh genug auf den schon einige Jahre lang fahrenden Zug aufspringen. Ein Vorteil eines modernen elektronischen Geschäftsverkehrs mit gegenseitig vereinbarten Standards liegt in der vereinfachten Auswertung von Warenkatalogen, wobei aktualisierte Exemplare problemlos vermittelt werden können. Über Produkte und Preise lassen sich gezielte Angebote vorlegen. Zudem werden Bestellungen unter Verwendung der gemeinsamen Sprachregelung (überall verständliche Begriffe, gleichartiger Aufbau der Orderlisten) blitzschnell übertragen, mit gezielter Lieferadresse bei wechselnden Zustellungsorten. Die gesamte Logistik ist problemlos an den aktuellen Bedarf anzupassen. Des Weiteren kann die Rechnungslegung tagesaktuell abgewickelt werden, mit allen speziellen Maßnahmen wie Korrektur der Beträge und anderer Rechnungspositionen, nachträglicher Berücksichtigung von Rabatten usw. Die Kontrolle der Zahlungsvorgänge wie die Bearbeitung etwaiger Reklamationen verläuft wie im Handumdrehen. Stets setzt das voraus, dass die Geschäftspartner die gleiche elektronische Sprache sprechen. Aufgabe der Standards ist es mithin, diese Verständigung herzustellen. In kleinen und mittleren Unternehmen besteht häufig ein Nachholbedarf, weil es ihnen oft an betriebsinternen elektronisch geregelten Abläufen fehlt. Herkömmliche hand- oder maschinenschriftliche Anweisungen bestimmen im Hause die Lagerhaltung und das Bestellwesen, die Lohnabrechnung wie das übrige Belegwesen. Fraglos gibt es für den Nachholbedarf teilweise auch gute Gründe. Obenan stehen die hohen Kosten eines internen elektronischen Netzwerkes. Dessen Aufbau muss in Relation zum manchmal begrenzten Nutzen gesehen werden. Noch teurer kann danach die standardmäßige elektronische Verknüpfung mit externen Adressen wie den Kunden und/oder den Lieferanten kommen. Anerkannte Standards, die weit verbreitet und erst dann ergiebig sind, sind nicht selten lizenzpflichtig. Und auch das noch: Meist passen die intern benutzten Anwendungen – sofern überhaupt vorhanden – nicht zu den extern gebräuchlichen Standards, was weitere kostspielige betriebliche Nachrüstungen erfordert. Gegen einen elektronischen Geschäftsverkehr über Standards spricht in kleinen und mittleren Unternehmen häufig auch der Verlust an Flexibilität, der fühlbar ist, sobald spezielle Kundenwünsche jenseits vorformulierter Kataloge geäußert werden und bald darauf besondere Anforderungen an den Einkauf folgen. Gerade diese Anpassungsfähigkeit an unkonventionelle Bedürfnisse in der Kundschaft erklärt ja den vielzitierten Vorsprung des Mittelstandes gegenüber großen Unternehmen. E-Business-Standards wären aus dieser Sicht durchaus hinderlich. Nicht zuletzt ist das Argument von der arbeitsintensiven Aktualisierung der Produktbeschreibungen, Preislisten und Sonderangebote ernst zu nehmen. Dem Kleinund Mittelbetrieb fehlen oft die personellen Kapazitäten, um sich einen hohen bürokratischen Aufwand zu leisten. Dabei kommen derartige Belastungen gar nicht selten vor: jede Innovation löst eine Kette von kostentreibenden Folgewirkungen im Netzwerk aus. Derartige Einwände schmälern jedoch nicht den Nutzen, der von einem modernen geschäftlichen Datenaustausch ausgehen kann. Hinsichtlich des schärferen Wettbewerbs und hinsichtlich des langfristigen allgemeinen Trends zur Vernetzung der Wirtschaft sind E-Business- Standards unersetzlich. Deshalb finden sie die meiste Verbreitung bereits in Großunternehmen. Wie das mittelständische Unternehmen da mithalten kann, wird noch viele Überlegungen erfordern. Einige davon drehen sich um Maßnahmen, die den Zugang kleiner und mittlerer Unternehmen zum elektronischen Geschäftsverkehr erleichtern könnten. Die Kostenseite betreffend ist an die Freistellung von Lizenzzahlungen für anerkannte überbetriebliche Standardlösungen zu denken. Ferner sind Kammern und Verbände als beratende Instanzen gefordert, den einschlägigen Interessenten Hilfestellung zu leisten. Informationen über das Angebot von Standards bietet daneben das Bundeswirtschaftsministerium (www.bmwi.de), in dessen Auftrag ein Forschungsinstitut kürzlich eine interessante Bestandsaufnahme der wichtigsten verfügbaren Standards in der Bundesrepublik erstellt hat. In deren Anhang befindet sich eine Auflistung von Standard-Anbietern mit ihren jeweiligen Schwerpunkten für bestimmte Branchen in Handel und Gewerbe. Natürlich kann es keinen allgemeingültigen Standard für alle Anwendungsgebiete gleichermaßen geben. Je nach Geschäftsfeld dominieren Besonderheiten. Der potenzielle Nutzer muss auf diesem Feld folglich erst mühsam ackern, ehe er ggf. einen Produktivitätsfortschritt einfahren kann. Gert F. Hartmann
Im nicht immer ganz übersichtlichen Markt der Flachglashersteller und -gruppen hat in den letzten beiden Jahren ein weiterer Name von sich hören lassen: Glas Trösch. Das in der Schweiz beheimatete Unternehmen, das nach wie vor in Familienbesitz ist, hat ...
Im nicht immer ganz übersichtlichen Markt der Flachglashersteller und -gruppen hat in den letzten beiden Jahren ein weiterer Name von sich hören lassen: Glas Trösch. Das in der Schweiz beheimatete Unternehmen, das nach wie vor in Familienbesitz ist, hat vor zwei Jahren seine Position auf dem deutschen Markt ausgebaut und ist im süddeutschen Raum mit zehn Standorten vertreten. Wir stellen im folgenden das Unternehmen vor. Die Anfänge des Unternehmens liegen im schweizerischen Bützberg in der Nähe von Bern. 1905 wurde dort eine Spiegelfabrik mit Glashandlung und Glasverarbeitung gegründet. Bereis in den dreißiger Jahren erfolgte die Firmierung als AG (in etwa mit einer deutschen GmbH vergleichbar), die bis heute allerdings vollständig in Familienbesitz ist – mittlerweile in der vierten Generation. Ganz bewusst setzt man an dieser Schweizer Unternehmenskultur an, die auch in der Zukunft Bestand haben soll. Mit dem Beginn des Isolierglasbooms in den sechziger Jahren begann auch das eigentliche Wachstum von Glas Trösch. Von nicht einmal 300 Mitarbeitern wuchs das Unternehmen in den folgenden Jahrzehnten bis auf die heute aktuellen 2 700 Mitarbeiter an. Nach dem Beginn der Isolierglasproduktion kam in den darauf folgenden Jahren die Produktion von Sicherheitsgläsern (VSG, ESG) hinzu. In den achtziger Jahren begann man dann sich mit der Beschichtung von Gläsern zu beschäftigen. Eigene Beschichtungsanlagen veredelten Basisgläser zu Wärmeschutzund Sonnenschutzgläsern. In den neunziger Jahren schließlich nahm man eigene Float-Anlagen in Betrieb: Seit 1995 wird im französichen Hombourg und seit 1997 in Haldensleben (Region Magdeburg) eigenes Basisglas produziert. Das Jahr 2001 ist mit einer erheblichen Erweiterung der Präsenz auf dem deutschen Markt verbunden. Zwar gab es bereits in den letzten beiden Jahrzehnten drei eigene Fertigungsbetriebe, die erworben worden waren (Sanco/Nördlingen, Kaufmann-Laminex/Altshausen, Krebs/ Bad Krozingen), doch der große Sprung erfolgte erst mit Übernahme der Schwabenglas- Gruppe mit ca. 600 Mitarbeitern an sechs Standorten (Aalen, Kempten, Memmingen, Ulm, Wertingen, Maisach). Damit gehört das Unternehmen im süddeutschen Raum zu den Marktführern. Die Beratungszentrale ist in Ulm-Donautal angesiedelt, wo auch die Marketingaktivitäten für alle in Deutschland angesiedelten Betriebe durchgeführt werden. Mit Übernahme der Schwabenglas-Gruppe hat Glas Trösch in Deutschland mit ca. 1 200 Beschäftigten sogar etwas mit mehr Mitarbeiter als im Stammland Schweiz selbst (ca. 1 000). Der Rest der insgesamt 2 700 Beschäftigten entfällt auf Frankreich. Nach wie vor agieren die Unternehmen der ehemaligen Schwabenglas- Gruppe unter ihrem traditionellen Namen. Erst nach und nach soll eine Umstellung auf den Namen „Glas Trösch“ erfolgen, man möchte hier gewachsene Strukturen und eingeführte Begriffe nicht zerstören. Bezeichnend für die mittelständig ausgerichtete Struktur der Firmengruppe ist auch, dass die verschiedenen Standorte nach wie vor eigenverantwortlich auf dem Markt agieren. Weiterhin muss berücksichtigt werden, dass Glas Trösch mit seinen deutschen Isolierglasstandorten Mitglied der Sanco- Gruppe ist, die als Verbund eigenständiger Isolierglashersteller zu den europäischen Marktführern gehören. Somit werden die zu Isolierglas verarbeiteten Gläser unter dem Markennamen Sanco® vertrieben. Insgesamt fühlt sich Glas Trösch im süddeutschen Raum gut positioniert. Das bezieht sich einmal auf die Produktpalette des Unternehmens, aber auch auf die flächendeckende Präsenz mit zehn Standorten. Da die Schwabenglas-Gruppe bei Übernahme auch auf eine achtzigjährige Tradition zurückblicken konnte, bestehen gute Kundenbindungen zu Architekten, Metall- und Fensterbauern sowie Glasereibetrieben. Die beschichteten Basisgläser sowohl für Sonnen- wie auch für Wärmeschutz werden von Glas Trösch einheitlich unter dem Namen „Silverstar®“ vertrieben. Aufsehen erregte jüngst die Aufstellung eines neuen „Weltrekords“ bei der Wärmedämmung, als die Schweizer Entwicklungsabteilung ein Glas mit 0,2 W/m2K vorstellte. Auch wenn diese Entwicklung selbst eher ein Nischenprodukt im Bereich hochwertige Gläser sein wird, so soll es doch die technische Kompetenz des Unternehmens zeigen. Die Stärken sieht das Unternehmen vor allem im Bereich des konstruktiven Glasbaus. Der Messestand auf der Münchener BAU im Januar 2003 sollte demonstrieren, was alles mit Glas gemacht werden kann. Sowohl für den Fassadenbereich als auch für die Innenraumgestaltung werden seit neuestem auch gebogene Gläser selbst gefertigt. Weiterhin betrifft das die verfügbaren Produkte wie z. B. das Glastreppensystem Swissstep®, Punkthaltersysteme oder Brüstungsgläser. Der Bereich des konstruktiven Glasbaus bezieht vor allem auch die Innenraumgestaltung bewusst mit ein. Dabei handelt es sich um Produkte wie begehbare Glasböden, Ganzglastüranlagen bis hin zu Glasduschen und Möbeln. Hier sieht man einen wesentlichen Unterscheidungspunkt zu den meisten der großen Glaslieferanten: Glas Trösch ist in der Lage einen Bau insgesamt mit allen erforderlichen Glasprodukten zu „versorgen“ – von der Fassade über Bauelemente, Böden bis hin zu Glasmöbeln und Innenraumgestaltung. In diesem Zusammenhang spielt die objektbezogene Beratung von Architekten und Fassadenplanern eine große Rolle. Vom Standort Ulm aus agieren drei eigene Architektenberater, die für alle deutschen Standorte unterstützend tätig sind. Im Juli wurde u. a. ein Architektenseminar in Ulm durchgeführt. Der Trend der letzten zwei Jahrzehnte, der mehr und mehr nach „gläsernen Palästen“ verlangte, wird sich aus der Sicht von Glas Trösch in der nächsten Zukunft weiter fortsetzen. Und mehr noch: Auch wird Glas noch weiter den Bereich Innenausbau für sich erobern. Dabei geht es um Bauteile wie Fahrstühle, Brüstungen, Böden bis hin zur Innenraumgestaltung. Für moderne Fassadengestaltung mit ihren immer „intelligenteren“ Funktionen Produktpalette im Markt behaupten Konstruktiver Glasbau als Markenzeichen: Das Glastreppensystem Swissstep®. sieht man sich mit der Produktpalette gut gewappnet. Allein die Sonnenschutzgläser liegen in einer Vielzahl von Spezifikationen vor, die für alle angefragten Anwendungen eingesetzt werden können. Durch die Stärken im konstruktiven Glasbau kann man ohne Probleme dem Trend der Architektur folgen, der Glas eine immer mehr tragende Funktion zuschreibt. Ein weiterer Punkt betrifft ein eigenes Jalousien-Isolierglas, bei dem die Lamellen zur Beschattung und zur Lichtlenkung in den Scheibenzwischenraum des Isolierglases montiert sind. So kann nicht nur eine transparente Fassadenarchitektur ohne störende Aufbauten für eine Außenbeschattung sichergestellt werden, sondern auch Schutz vor Verschmutzung und Wartungsfreiheit für die Lamellen.
Die Lage im deutschen Fenstermarkt hat sich im Jahr 2002 mit einem Rückgang um 13% weiter verschärft. Seit 1995 hat sich der Fenster-, Fassaden- und Türenbedarf in Deutschland nahezu halbiert. Dies belegen auch über 8 000 jährliche Insolvenzen im ...
Die Lage im deutschen Fenstermarkt hat sich im Jahr 2002 mit einem Rückgang um 13% weiter verschärft. Seit 1995 hat sich der Fenster-, Fassaden- und Türenbedarf in Deutschland nahezu halbiert. Dies belegen auch über 8 000 jährliche Insolvenzen im Baugewerbe. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen ist es Schüco gelungen, den Rekordumsatz des Vorjahres zu wiederholen. 2002 erwirtschafteten 4 100 Mitarbeiter einen konsolidierten Umsatz von 1,135 Milliarden Euro. Der Exportanteil kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 11% auf 42,7%. Die Eigenkapital-Quote konnte um 4% auf 53% gesteigert werden. Die Investitionen von über 35 Millionen Euro liegen mit mehr als 6% über Vorjahr und zeigen, dass Schüco weiterhin deutlich in einen Ausbau von zukunftsweisenden Märkten und Ländern investiert. Der Umsatz in Deutschland wurde insbesondere durch ein schwaches IV. Quartal 2002 negativ beeinflusst. Faktoren wie die Enttäuschung über den Ausgang der Bundestagswahl im September sowie die sich zuspitzende Irak-Krise sorgten für einen zusätzlichen Rückgang der Bauinvestitionen. So konnte Schüco den Vorjahresumsatz im Gewerbebau nicht erreichen. Wachstumsraten im Solar- und Kunststoff-Geschäft zeigten aber auch in Deutschland die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Schüco hat seine internationale Präsenz weiter ausgebaut und ist heute in 59 Ländern der Erde aktiv, neu jetzt auch in Mazedonien, Bosnien, Georgien, Aserbaidschan, Iran und Kasachstan. Auch auf den internationalen Märkten war die Entwicklung unterschiedlich. Während der polnische Fenstermarkt sich in einer ähnlich schlechten Verfassung wie der deutsche befindet, ist Schüco in Russland mit einem Zuwachs von über 50% sehr erfolgreich. Aber auch die Investitionen im Mittelmeerraum machen sich bezahlt. Mit einer neuen Niederlassung in Valdemoro, südlich von Madrid, erhöhte das Unternehmen sein Potenzial auf dem sich positiv entwickelnden iberischen Markt. Durch die 100%ige Übernahme der Gesellschaftsanteile an der Schüco Italia wurden die Erfolgschancen auf dem bedeutsamen italienischen Markt ebenfalls gesteigert. Die Aktivitäten in der Ukraine wurden mit der Gründung einer Tochtergesellschaft forciert. In China hat sich der Umsatz auf Grund des dortigen Baubooms verdreifacht und beträgt jetzt nahezu 10 Millionen Euro. Im Produktbereich wirkte sich insbesondere der 40%ige Anstieg des Absatzes von elektrischen Komponenten für die Gebäudehülle aus. Das neuartige System e-drive bietet hier die Möglichkeit der Betriebskostensenkung durch Heizkostenersparnis, optimale Gebäudeklimatisierung, hohe Sicherheit durch zeit- und bedarfsgesteuerte Verriegelungen, Erhöhung der Produktivität am Arbeitsplatz, u. v. m. Um weiterhin mit innovativen Produkten den Lieferanteil pro Gebäude steigern zu können, hat Schüco seine Produktpalette im Bereich Sonnenschutz ausgeweitet. Im April 2003 wurden 100% der Geschäftsanteile an der Veltrup Sonnenschutz AG, Deggendorf, erworben. Der Spezialist für Markisen und Jalousien erwirtschaftete 2002 mit 80 Mitarbeitern einen Umsatz von 10 Millionen Euro. Auch in 2002 wurden die Werbeanstrengungen wieder erhöht und die Partnerschaft mit dem Formel-1-Team von McLaren/Mercedes fortgesetzt. Überaus günstig entwickelt sich auch der Bereich Schüco Solar. Gegenüber einem allgemeinen Marktrückgang von 45% im Jahr 2002 verzeichnete Schüco einen Umsatzzuwachs von 17,5%. Die Belohnung für innovative Produktentwicklungen 2002 war der überlegene Testsieg bei der Stiftung Warentest mit einem „Sehr gut“ für die Solarthermie. Erhöhte staatliche Förderungen und allgemein gute Aussichten lassen hier für Schüco ein weiteres erfolgreiches Jahr erwarten. Ein Wachstum von mehr als 50% im 1. Quartal 2003 bestätigte dies bisher. Trotzdem entwickelte sich das 1. Halbjahr 2003 besonders im Wohnungs- und Objektbau schwierig für Schüco. Der Irak- Krieg, der harte Winter und die allgemeine Stimmung in Deutschland sowie die SARS-Hysterie in Asien beeinträchtigen die Bauinvestitionen nahezu weltweit. Trotz erster Lichtblicke im II. Quartal 2003 wird sich zumindest in Europa die Marktschwäche auch dieses Jahr fortsetzen. Aber mit innovativen Produkten aus den Bereichen Solar, Sonnenschutz und elektrischer Steuerung hofft Schüco, den Vorjahresumsatz leicht zu übertreffen. In Ländern mit schlechten Marktperspektiven sind Kosteneinsparungen und Strukturanpassungen geplant. So werden frei werdende Arbeitsplätze nicht wieder besetzt. Auf der anderen Seite wird in Märkten mit Zukunftschancen konsequent investiert, sei es nun in innovative Produkte oder vielversprechende internationale Märkte (Osteuropa, Asien). Dirk U. Hindrichs, geschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter der Schüco International KG: „Unser wichtigster Markt ist nach wie vor Deutschland. Leider zeichnet sich in diesem Jahr wieder ein zweistelliger Marktrückgang ab. Die sich periodisch wiederholenden, politischen Diskussionen bezüglich Investitionshilfen auf der einen Seite und die Streichung – beispielsweise – der Eigenheimzulage auf der anderen Seite sind ein schleichendes Gift für die Bauindustrie. Investoren werden so verunsichert und wichtige Bauentscheidungen verzögert. Erfolg in Deutschland ist nur über Ausbau von Sortimenten und effektiven Dienst am Kunden zu erzielen. Wachstum durch Investitionen im Ausland werden wir noch mehr als bisher in den Focus nehmen, um insgesamt unsere Position als europäischer Marktführer mit schnellem Ausbau der Geschäfte in Asien und Amerika zu verbessern. Darüber hinaus bleiben wir unserem Motto treu, durch Rationalisierung, Innovation und Multiplikation eine branchenunabhängige Konjunktur zu entfachen.“
Rund 30 Teilnehmer aus allen Sparten der Fenster- und Fassadenindustrie sowie der Zuliefererbranchen konnte VFF-Präsident Franz Hauk, gleichzeitig Obmann des Technischen Ausschusses VFF, am 25. Juni 2003 zum 2. Thementag Technik in Frankfurt am Main ...
Rund 30 Teilnehmer aus allen Sparten der Fenster- und Fassadenindustrie sowie der Zuliefererbranchen konnte VFF-Präsident Franz Hauk, gleichzeitig Obmann des Technischen Ausschusses VFF, am 25. Juni 2003 zum 2. Thementag Technik in Frankfurt am Main begrüßen. Er erläuterte nochmals kurz das Kommunikations- und Veranstaltungskonzept des VFF mit den „Cheftagen“, die Anfang Mai zum ersten Mal in Bad Saarow stattgefunden haben, und den material- sowie sachgebietsbezogenen Thementagen. Hans-Walter Bielefeld von der Firma Schüco International KG machte die Teilnehmer in seinem Vortrag mit den „Erforderlichen Angaben zur EnEV und zu den neuen Ü-Zeichen im Fenster- und Fassadenbau“ vertraut. Die Energieeinsparverordnung stellt keine Mindestanforderungen an einzelne Bauteile, sondern an den Gesamtenergiebedarf eines Gebäudes. Dieses Ziel kann durch mehr oder weniger wärmetechnischen Aufwand bei den einzelnen Gebäudekomponenten (Heizungsanlage, Gebäudehülle, Fenster) erreicht werden. Bei der Bestimmung der für den Nachweis nötigen wärmetechnischen Eigenschaften der Fenster ergeben sich durch verschiedene Absatzmöglichkeiten und Korrekturfaktoren erhebliche Variationen. So kann der Uw-Wert ein und desselben Fensters durchaus Abweichungen im Bereich von Zehnteln aufweisen, je nachdem, ob er aus Tabellenwerten abgeleitet, berechnet oder am Prüfstand gemessen wurde. Angesichts dieser verfahrensbedingten Unterschiede stellte Bielefeld die Frage nach dem Sinn einer „U-Wert-Olympiade“, bei der unzulässigerweise U-Werte auf Hundertstel genau angegeben werden. Mit dem Thema „Recycling von Altfenstern aus Holz – Aktuelles zur Altholzverordnung“ beschäftigte sich Dipl.-Holzwirt Eike Gehrts vom Verband der Fenster- und Fassadenhersteller. Die am 1. März 2003 in Kraft getretene „Verordnung über die Entsorgung von Altholz“ (Altholzverordnung) regelt die stoffliche und energetische Verwertung von Altholz. Die Einstufung von Fenstern aus Holz als „besonders überwachungsbedürftiger Abfall“ ist jedoch nicht gerechtfertigt. Daher hat sich der VFF in Zusammenarbeit mit anderen Verbänden beim Bundesministerium für Umwelt und Reaktorsicherheit für eine Umstufung eingesetzt. Ergebnis: Bei Fenstern, die nach 1990 eingebaut wurden, entfällt die „besondere Überwachungsbedürftigkeit“ ganz, bei Fenstern vor diesem Datum ist sie lediglich dann anzuwenden, wenn das Holz mit PCP (Pentachlorphenol) oder PCB (polychlorierte Biphenyle) behandelt wurde. Mit dieser Entscheidung können die gängigen Holzfenster in den üblichen Anlagen energiegewinnend thermisch verwertet werden. Nach der Mittagspause beschäftigte sich Dipl.-Phys. Norbert Sack vom Institut für Fenstertechnik, Rosenheim (ift), mit dem Thema „Energiesparende Fenster“. Der Referent stellte zunächst fest, dass es keine offizielle Definition für diesen Begriff gibt und somit auch keine verbindlichen Anforderungen für dieses Bauteil. Begriffe wie „Passivhausfenster“ beruhen lediglich auf privaten Definitionen und Übereinkünften. Für Sack bestehen folgende Anforderungen an ein energiesparendes Fenster, die ganzheitlich zu sehen und zu optimieren sind: Optimierung des Wärmeschutzes (Fenster + Montage) Optimierung der Solarenergieeinträge Sicherstellung der Gebrauchstauglichkeit eventuelle weitere Anforderungen des Nutzers (z. B. Schallschutz). Auch für Sack besteht kein Anlass für eine „U-Wert-Olympiade“. Sein Fazit: „Energieeffizienz ist zwar wichtig, aber nicht alles.“ Anschließend stellte Dipl.-Ing. Frank Koos vom Verband der Fenster- und Fassadenhersteller in seinem Vortrag die „Europäischen Produktnormen und das europäische Qualitätssicherungskonzept“ vor. So werden die Produktnormen für Fenster und Außentüren sowie Vorhangfassaden in Kürze umgesetzt und damit die Grundlage für die Kennzeichnung dieser Bauteile mit dem CE-Zeichen geschaffen. Das CE-Zeichen betrifft jedoch nur den staatlich geregelten Bereich und wird das Ü-Zeichen ersetzen. Neben den staatlich geregelten Eigenschaften enthält die Produktnorm jedoch auch noch ergänzende Produkteigenschaften, welche zur Leistungscharakterisierung des Produkts herangezogen werden können (z. B. mechanische Dauerhaftigkeit). Durch die enthaltene Klassifizierungsmatrix ist ein direkter Leistungsvergleich zwischen verschiedenen Produkten möglich. Koos empfahl, diese Möglichkeit bei Ausschreibungen und im Gespräch mit dem Kunden zu nutzen, um vom Preis als einzigem Verkaufsargument wegzukommen. Die neuen Güte- und Prüfbestimmungen bauen direkt auf der Produktnorm auf, d. h. Betriebe, die das RAL-Gütezeichen führen, können ihre Produkte ohne weiteres mit dem CE-Zeichen kennzeichnen. Zum Qualitätsprodukt wird ein Produkt jedoch erst dann, wenn neben den staatlich geregelten Eigenschaften und den ergänzenden Eigenschaften aus der Produktnorm auch noch die sog. „qualitätsbestimmenden“ Eigenschaften berücksichtigt werden. Hierzu zählen u. a. Verarbeitungsqualität, Toleranzen sowie Materialanforderungen, etwa an Zulieferteile wie Beschläge, Glas oder Rahmenmaterial. Für eine Qualitätsbeurteilung des Produkts müssen Hersteller und Verbraucher auf solche Qualitätskriterien achten. Im abschließenden „Forum“ wurde nochmals auf zwei in Überarbeitung befindliche bzw. soeben neu erschienene Merkblätter des Verbands Fenster und Fassade verwiesen, und zwar das Merkblatt V.01 „Absturzsichernde Verglasungen“ (neu erschienen) sowie das in Vorbereitung befindliche Merkblatt zum Ü- und CE-Zeichen. Abschließend bedankte sich Hauk bei den Referenten für ihre Vorträge und bei den Teilnehmern für ihr Kommen.
Der Bundesverband Flachglas BF hat als Interessenvertretung der Flachglasbranche vom ift in Rosenheim Ug-Werte nach DIN EN 673 berechnen lassen und in einer Broschüre veröffentlicht. Dies soll dazu dienen, Verunsicherungen am Markt abzubauen, die im ...
Der Bundesverband Flachglas BF hat als Interessenvertretung der Flachglasbranche vom ift in Rosenheim Ug-Werte nach DIN EN 673 berechnen lassen und in einer Broschüre veröffentlicht. Dies soll dazu dienen, Verunsicherungen am Markt abzubauen, die im Zuge der Umstellung der bauaufsichtlichen Regelungen entstanden sind. Abweichende Wärmedurchgangskoeffizienten Denn mit dem Erscheinen der Bauregelliste 3/2002 waren die bisherigen Uv-Werte durch die Ug-Werte abgelöst worden. Das ist mehr als nur eine Änderung der Bezeichnungen: Zwar kann der Wärmedurchgangskoeffizient wie schon bisher nach DIN EN 673 berechnet werden, aber neue Randbedingungen führen dazu, dass bei sehr vielen Isolierglas-Aufbauten der Ug- Wert vom Uv-Wert abweicht – er liegt nämlich meist um 0,1 W/m2K höher. Ein Problem für die Isolierglas-Produzenten, die nun für ihre gesamte Produktpalette eigentlich neue Prüfzeugnisse bräuchten, aber auch für deren Kunden. Die durch den BF angeregten und vom ift entwickelten Tabellen lösen dieses Problem: Sie enthalten die Ug-Werte für Wärmedämmgläser in gängigen Aufbauten. Bei der Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten nach DIN EN 673 spielen nämlich nur vier Größen eine Rolle: die Emissivität der Wärmedämm-Beschichtung, der Scheibenzwischenraum, die Art der Gasfüllung und der Gasfüllgrad. Wenn man den Ug-Wert für jede praxisrelevante Kombination dieser vier Größen ermittelt, kennt man auch die Ug-Werte der Isoliergläser mit dem entsprechenden Aufbau. Ug-Werte einfach ablesen Aus den veröffentlichten Tabellen lässt sich also der Ug-Wert für Isoliergläser einfach der Tabelle entnehmen. Damit erübrigen sich die Ermittlung und gutachterliche Stellungnahme für jeden einzelnen dieser Aufbauten. Die Tabellen sind nach den Emissivitäten beschichteter Basisgläser gegliedert und geben an, welche Ug-Werte für verschiedene SZR und Gasfüllungen erreichbar sind. Dabei wird ein Nenn-Gasfüllgrad von 90% als Standard unterstellt, der in der Praxis unter üblichen Produktionsbedingungen sicher und zuverlässig zu verwirklichen ist. Zur Erläuterung ein Beispiel aus der Tabelle: Bei einem Isolierglas mit einer beschichteten Scheibe mit einem Emissionsgrad von e = 0,04, einem üblichen SZR von 15 bis 16 mm und der angesprochenen Argonfüllung von 90% ergibt sich nach DIN ein Ug-Wert von 1,2 W/m2K. In der Vergangenheit ergab sich dagegen ein „DIN-Wert“ von Uv = 1,1 W/m2K. Allerdings handelt es sich nur um Tabellen mit Ug-Nennwerten: Bei der Ermittlung der Bemessungswerte sind die Zuschläge nach DIN 4108 Teil 4 zu berücksichtigen. Vor allem gilt dies für Sprossengläser, während der dort vorgesehene Zuschlag für fehlende Eigen- und Fremdüberwachung bei der Produktion derzeit keine Rolle spielt, da die Bauaufsicht grundsätzlich eine Fremdüberwachung fordert. Der BF stellt seinen Mitgliedern eine zwölfseitige Broschüre mit den Ug-Wert-Tabellen zur Verfügung, mit denen diese ihre Kunden informieren können.
Ein Ende der äußerst rigiden Bürgschaftspolitik, besonders der kommunalen Auftraggeber, hat der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in Berlin gefordert. ?Völlig überzogene Bürgschaftsforderungen stellen für die krisengeschüttelten Bauunternehmen, ...
Ein Ende der äußerst rigiden Bürgschaftspolitik, besonders der kommunalen Auftraggeber, hat der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in Berlin gefordert. „Völlig überzogene Bürgschaftsforderungen stellen für die krisengeschüttelten Bauunternehmen, die sowieso über eine äußerst geringe Eigenkapitalquote verfügen, eine erhebliche Zusatzbelastung dar“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, RA Michael Knipper. Zum Teil summierten sich die von den Unternehmen beizubringenden Bürgschaften auf bis zu 40% ihres Jahresumsatzes. Besonders kommunale Auftraggeber forderten von den Unternehmen eine Vielzahl von Klein- und Kleinstbürgschaften, die die Avallinie der Unternehmen erheblich belasteten und zudem extremen Verwaltungsaufwand mit sich brächten. „Kein anderer Wirtschaftszweig hat unter einer derart rigiden Bürgschaftspolitik zu leiden wie die Baubranche“, monierte Knipper weiter. Zwar sei es gelungen, die „Bürgschaft auf erstes Anfordern“ aus den Vergabe- und Vertragsbedingungen (VOB) herauszunehmen und auch die Gewährleistungsbürgschaften auf zwei Jahre zu begrenzen. Trotzdem hätten viele Unternehmen wegen des engen Kreditrahmens Schwierigkeiten, die geforderten Bürgschaften beizubringen. Durch die Verschärfung der Kreditkonditionen für Bauunternehmen auf Grund der neuen Eigenkapitalvorschriften (Basel II) werde dieser untragbare Zustand noch verstärkt. Knipper forderte daher besonders die kommunalen Auftraggeber auf, die bereits in der VOB/A enthaltenen Erleichterungen bei Sicherheitsleistungen strikt zu beachten.
Die Fertigstellung von Mehrfamilienhäusern erreichte während des Baubooms der frühen 70er-Jahre Spitzenwerte bis zu 40 000 Einheiten/a. 30 Jahre sind seitdem vergangen. Dazwischen lagen die erste große Energiekrise und in deren Folge dann die mehrfache ...
Die Fertigstellung von Mehrfamilienhäusern erreichte während des Baubooms der frühen 70er-Jahre Spitzenwerte bis zu 40 000 Einheiten/a. 30 Jahre sind seitdem vergangen. Dazwischen lagen die erste große Energiekrise und in deren Folge dann die mehrfache Novellierung der Wärmeschutzverordnung. Um den enormen Bestand aus dieser Zeit, soweit er von Wohnungsgesellschaften betreut wird, für Mieter und Eigentümer wieder attraktiv zu machen, sind umfangreiche Sanierungen erforderlich und für die kommenden Jahre zu erwarten. Die neue sandfarbene Alphaton-Ziegelfassade gibt dem weithin sichtbaren, dominanten Solitär-Baukörper eine neue Qualität. Trotz stark gegliederter, gefächerter Grundriss- Struktur, war es im Zusammenhang mit dem vorgehängten Alphaton-Fassadensystem dennoch möglich, eine ausreichende Wärmedämmung unterzubringen. Die Fassaden und Fenster stehen dabei im Vordergrund. Ihre Modernisierung sollte sich an den nachstehend genannten grundsätzlichen Gesichtspunkten orientieren: 1. Auswahl von Konstruktionen und Baustoffen, die eine nachhaltig mängelfreie Berücksichtigung des Altbauzustandes erwarten lassen; 2. Anwendung bauphysikalisch einwandfreier Lösungen, die auch auf Dauer ungeschmälert die Wärmeverluste reduzieren und in der Folge dann auch die CO2-Emissionen; 3. Minimierung der Wartungskosten als wesentlicher Bestandteil der ganzheitlichen, über die gesamte Lebensdauer zu betrachtenden Wirtschaftlichkeit; 4. Einsatz von Technologien, die eine weitgehend belästigungsfreie Sanierung im bewohnten Zustand zulassen; 5. positive Beeinflussung der Mieterstruktur als wirtschaftlicher Faktor auf der Einnahmenseite; 6. gestalterische Berücksichtigung des ursprünglichen Bauwerk-Charakters sowie der Einbindung in die Umgebungsbebauung. Am Beispiel einer Hochhaus-Sanierung der Städtischen Wohnungsgesellschaft in Bremerhaven soll im Folgenden die Umsetzung dieser Grundsätze beschrieben werden. Hohe Wärmeverluste, Risseschäden, Durchfeuchtungen Das 10- bis 13-geschossige Hochhaus mit 90 Mietwohnungen bei einer Wohnfläche von insgesamt 6161 m2 wurde ursprünglich als gefächert gegliederter Solitär- Baukörper konzipiert und ist als städtebauliche Dominante weithin sichtbar. Ergänzt wird die Wohnanlage noch um ein dreigeschossiges Gebäude mit nochmals 30 Wohneinheiten und 2 214 m2 Wohnfläche. Problempunkte dieser Anlage aus dem Jahr 1973 waren primär die infolge eindringender Nässe und durch Frostschäden zunehmend instabilen Klinkerfassaden sowie Taupunktverlagerungen im Wandaufbau aufgrund thermisch nicht getrennter Alu-Fenster. Da, insbesondere im Hinblick auf die gravierenden Wärmeverluste, beides – Fassade und Fenster – nicht voneinander zu trennen war, hat sich die Städtische Wohnungsgesellschaft mit ihrem Architekten H.-J. Ewert für eine umfassende Sanierung entschlossen, um so zugleich auch alle Randbedingungen der Bauschäden zu berücksichtigen. 17,5 cm bzw. 24 cm Kalksandstein, 7 cm Luftschicht und 11,5 cm Klinkerschale, keine Wärmedämmung – das war die Ausgangssituation. Das Verblendmauerwerk war aufgelagert auf den herausbetonierten Geschoßdecken, die man in diesem Bereich zur einheitlichen Fassadengestaltung mit Klinkerriemchen kaschiert hatte. Das Schadensbild: extreme Wärmebrücken, thermische Längenänderungen, Rissebildungen, eindringendes Wasser, Frostabplatzungen, verringerte Schlagregensicherheit. 70% Wärmeeinsparung durch intelligente Bausysteme Um diese Schäden nachhaltig mängelfrei zu beheben, entschied man sich in Bremerhaven grundsätzlich für eine kleinteilige, vorgehängte Fassade, die den unvermeidlichen Bewegungen des Baukörpers genügend Spielraum läßt und gleichzeitig den Einbau einer ausreichenden zusätzlichen Wärmedämmung möglich machte. Die dezidierten Anforderungen an Material, Gestaltqualität und Konstruktionsprinzip führten dann schließlich zur Wahl der Moedinger Ziegelfassade auf horizontaler Unterkonstruktion. Die konsequente Funktionstrennung von tragendem Mauerwerk, Wärmedämmung, Hinterlüftung, Unterkonstruktion und Ziegelbekleidung erlaubt es bei diesem System, alle Aufgaben der Fassade optimal auszulegen. So werden beispielsweise Rissebildungen als Folge von Zwangskräften durch die elastische Befestigung im Zusammenhang mit dem hohen Fugenanteil nachhaltig sicher vermieden. Desweiteren läßt es die verwendete horizontale Unterkonstruktion zu, mit einem Minimum an Befestigungspunkten auszukommen. Lediglich die vertikalen und bereits vorgebohrten Grundprofile waren an dem Gebäudekörper zu verankern. Sie überspannen im Abstand von bis zu 1 250 mm jeweils ein Geschoß und wurden an den auskragenden Geschoßdecken befestigt. Die entsprechend geringe Anzahl von Wandhaltern ist darüberhinaus wärmegedämmt, sodass Wärmebrücken bei diesem Konstruktionsprinzip gegenüber anderen Unterkonstruktionen deutlich minimiert werden konnten. Zusammen mit der 12 cm dicken Wärmedämmung würde so der Der zeitgemäßen neuen Fassadenbekleidung entsprechend, wurde die Eingangssituation als Zeichen moderner Bautechnik völlig neu gestaltet und um eine behindertengerechte Zuwegung ergänzt. Architekt: Stäwog Planungsabteilung mit H.-J. Ewert, Bremerhaven Horizontale Zierprofile in jedem zweiten Stockwerk tragen zusammen mit der neu gestalteten breiten Attika deutlich zu einer optischen Minimierung der Höhe dieses 13-geschossigen Bauwerks bei. Gleichzeitig wird die Maßstäblichkeit der alten Klinkerfassade wieder aufgenommen und durch die vorhängte und hinterlüftete Ziegelfassade zeitgemäß interpretiert. Jahres-Heizwärmebedarf Q, nach Berechnung des Energieinstitutes der Uni Bremen, von 1090 600 kWh auf 301000 kWh gesenkt werden und entsprechend der CO2-Ausstoß von 54,10 kg/m2 und Jahr auf einen Wert von 12,22. Damit wurde die für die Gewährung von KfW-Mitteln geforderte CO2-Reduzierung von mindestens 40 kg/m2 und Jahr überschritten. Entscheidend dazu beigetragen hat der Einbau wärmeschutzverglaster Kunststofffenster, die als vormontierte Einheiten, einschließlich Zargen, sauber in das Fassadenraster eingebunden worden sind. Schließlich sorgt die Hinterlüftung der Ziegelfassade dafür, dass die Wärmedämmung stets trocken und dauerhaft funktionsfähig bleibt und das alte, z. T. durchfeuchtete Mauerwerk ausgetrocknet wird. Gleichzeitig trägt die Hinterlüftung positiv zum sommerlichen Wärmeschutz bei, indem Wärmestau hinter der Fassade verhindert wird. Minimierung der Wartungskosten Bei einer Wand-Hüllfläche von ca. 8 000 m2, allein bei dem besonders kritischen Hochhaus, waren die voraussichtlichen Instandhaltungskosten ein wesentlicher Kalkulationsfaktor hinsichtlich der Entscheidung für die neue Fassadenbekleidung. Das ursprünglich für die Sanierung angedachte Wärmedämmverbundsystem schied vor dem Hintergrund des Wartungsaufwandes aus, da hier vorraussichtlich bei dem Bremerhavener Seeklima Bestand Fassade vor der Sanierung alle 10 bis 12 Jahre ein neuer Anstrich erforderlich geworden wäre. Allein die Einrüstung dafür, mit einem Kostenansatz von ca. 250 000 Euro schreckte die Planer ab. Die Gefahr erneuter Rissebildungen sprach ebenfalls dagegen, sodass im Saldo die in ihrer Erstellung zwar etwas teurere Ziegelfassade (ca. 15 000 Euro Mehrkosten gegenüber WDVS bei einem Gesamtaufwand für das Objekt von ca. 2,5 Mio. Euro) mittelfristig auf jeden Fall die wirtschaftlichere Lösung ist. Das natürliche Ziegelmaterial, ebenso wie die Alu-Unterkonstruktion sind seewasserfest, die Tragkonstruktion und die Wärmedämmung darüberhinaus sicher gegen Witterungseinflüsse geschützt und erneute Rissebildungen aufgrund der flexiblen Konstruktion ausgeschlossen. Nachhaltige Energieeinsparung, geringste Wartungskosten, Zuverlässigkeit und Werthaltigkeit begründeten deshalb eindeutig die Entscheidung des Architekten für die vorgehängte und hinterlüftete Ziegelfassade, was übrigens grundsätzlich auch durch die Schadensberichte des Bundesbauministeriums bestätigt wird. Hier eine Auszug daraus: „von 388 Schäden an Außenwänden betrafen 240 einschalige Konstruktionen, 135 zweischalige und 13 vorgehängte, hinterlüftete Systeme“. Sanierung im bewohnten Zustand Wenig Lärm, wenig Staub, – das waren zusätzliche Forderungen an die verwendeten Technologien, um die Mieter während der Sanierung weitgehend zu schonen. Auch diese Prämisse sprach eindeutig für die ausgewählte Ziegelfassade mit horizontaler Unterkonstruktion. Lediglich die im Abstand von bis zu 1 250 mm Geschoß-überspannenden, vorgefertigten Das Fassadenraster wurde durch Schnittplatten den neuen, in die Dämmebene nach vorne versetzten Fenstern angepaßt. Fotos: Moeding Keramikfassaden (Veit S. Müller, Hamburg). Sanierte Fassade Grundprofile waren an den herausbetonierten Decken anzubohren; die weitere Montage der ebenfalls vorbereiteten horizontalen Tragprofile und das Einhängen der Ziegelplatten erfolgt dann ohne viel Lärm und absolut staubfrei. Dagegen wären für den Fall einer Sanierung mit WDVS ca. 80 000 Bohrungen, allein zur Sicherung der bestehenden Klinkerschale notwendig geworden. Das Austauschen der Fenster erfolgte ebenfalls zeitsparend und mit geringstem örtlichen Anpassungsaufwand im zusammengebauten Zustand mit vorgefertigten Zargen, um so auch die Innenarbeiten auf ein Minimum zu begrenzen. Zur Unterstützung der o. g. Mieter-schonenden Sanierungsmaßnahmen wurde von der Bremerhavener Wohnungsbaugesellschaft darüberhinaus eine Baustellenordnung entwickelt, die den Rest der dennoch unvermeidbaren Belästigungen regelte und vermeidbare Beeinträchtigungen, wie beispielsweise Radiomusik o. ä., untersagte und feste Ruhezeiten der Bewohner berücksichtigte. Mit der neuen Ziegelfassade würde das äußere Erscheinungsbild deutlich aufgewertet. Der ursprüngliche Charakter des Klinkerbaus blieb erhalten und die Einbindung in die Umgebungsbebauung als dominanter Solitär-Baukörper hat eine neue Qualität bekommen. Ein hocheffizientes Fassadensystem, sowie der intelligente Einbau neuer Fenster haben diese gelungene Hochhaussanierung ermöglicht – nachhaltig wirtschaftlich, Ressourcen-schonend, mit hoher Gestaltqualität, zu üblichen Baukosten. Die gleichzeitige Modernisierung des Wohnungsstandards und der Infrastruktur, insbesondere aber der um ca. 70% gesenkte Heizwärmebedarf haben darüberhinaus das Objekt für Mieter wieder interessant gemacht (die Leerstandsquote ging von 30% auf Null zurück) und dem Eigentümer einen erweiterten Spielraum für Mietanpassungen geschaffen. Ost-Ansicht West-Ansicht
Die Swiss Reinsurance Company (Swiss Re), der zweitgrößte Rückversicherer der Welt mit 70 Büros in über 30 Ländern, richtet ihre neue Zentrale im Londoner Finanzzentrum ein. Dafür wird derzeit auf dem 5 700 m2 großen Gelände der früheren Baltic Exchange ...
Die Swiss Reinsurance Company (Swiss Re), der zweitgrößte Rückversicherer der Welt mit 70 Büros in über 30 Ländern, richtet ihre neue Zentrale im Londoner Finanzzentrum ein. Dafür wird derzeit auf dem 5 700 m2 großen Gelände der früheren Baltic Exchange für 225 Mio. Euro ein 180 m hohes Hochhaus mit 40 Bürogeschossen (43 000 m2), einem Erdgeschoß mit Läden (1 400 m2) und Untergeschossen erstellt. Der Swiss Re-Tower während der Montage des Stahlskeletts. Die Skyline von London wird durch den Swiss Re-Tower in 30 St Mary Axe als markantes Bauwerk erweitert, das sich wegen seiner Form abhebt – insbesondere mit seiner leuchtenden Fassade bei Nacht. Die für den Turm benötigte geringe Grundfläche ermöglicht die Einrichtung eines öffentlichen Platzes mit Einkaufsläden. Der Turm hat eine kreisrunde Grundfläche, die sich mit zunehmender Höhe weitet und sich zur Gebäudespitze verjüngt. Diese Form trägt den Gegebenheiten des begrenzten Standortes Rechnung und läßt seine Struktur im Gegensatz zu herkömmlichen Hochhäusern mit Rechteckquerschnitt und gleicher Geschoßfläche weniger schwerfällig erscheinen. Das nach unten zurückgenommene Profil verringert Reflexionen, sorgt für eine höhere Transparenz und ermöglicht einen verstärkten Tageslichteinfall auf Geländehöhe. Stahl-Verbundkonstruktion Die charakteristische Form entsteht durch einen äußeren Rahmen, der ein wesentliches Merkmal des Entwurfs ist; er besteht aus diagonal verlaufenden Stützen, verbindenden Knoten und horizontalen Ringarmierungen, die jeweils im Abstand von zwei Stockwerken verlaufen und die Knoten verbinden. Die Geschossdecken stützen sich auf diesen Außenrahmen, der für die Stabilität des Turmes sorgt. Als eine Herausforderung für Stahl- und Verbundsysteme hat dieser Büroturm einen sternförmigen Kern als verstärkte Betonstruktur, die die inneren Belastungen verteilt und horizontal ableitet. Ein interessantes Merkmal ist die diagonal gestützte Struktur entlang der gebogenen Außenhaut der Fassade, die die externen Kräfte und Windlasten aufnimmt. Für das gesamte Stahlskelett werden 57 km Stahlprofile mit 10 000 t Gesamtgewicht benötigt; dabei werden 11 km Stahlrohrprofile mit bis zu 508 mm Ø durch 360 Knoten verbunden; das sind maßgerecht vorgefertigte Stahlblechkonstruktionen, von denen die schwersten (auf Erdgeschosshöhe) über 5 t wie- gen. Dazu kommen 360 vor Ort zusammengebaute Dreiecksteile (je Bauabschnitt 18), die so hoch wie zwei Stockwerke (8 m) sind und knapp 11 t wiegen. Mit den drei eingesetzten Turmdrehkranen werden insgesamt 11 000 Stahlteile eingebaut. Fassade Die gläserne Außenhaut des Gebäudes ermöglicht nicht nur die Durchflutung des Büroturms mit Tageslicht, sondern sorgt auch für eine natürliche Belüftung und Schalldämmung. Diagonale, dreieckige Bänder verleihen dem Turm ein einzigartiges Aussehen (Entwurf: Norman Forster & Partners; Structural engineers: Ove Arup & Partners). Aufgrund der sukzessiven Rotation der Stockwerke entsteht durch die Einführung von Lufträumen an jeder Plattenkante eine Serie von spiralförmigen Atrien. Die dadurch bedingte aerodynamische Form hat den Vorteil, dass ein natürlicher Belüftungseffekt aufgrund beträchtlicher Luftdruckunterschiede innerhalb des Gebäudes entsteht. Der 40-geschossige Turm erhält eine unabhängige Spitze auch in Stahl-Glas-Architekur mit Räumlichkeiten für Verhandlungen und Empfänge. Belüftung und Klimatisierung Das Lüftungskonzept sieht eine Kombination aus natürlicher Belüftung und Klimaanlage vor. Kühlungs- und Belüftungssysteme können somit bis zu 40% im Jahr abgeschaltet werden, wodurch der Energieverbrauch gesenkt und Kohlendioxidemissionen verringert werden. Ein wesentliches Merkmal sind die integrierten Lichtschächte in der energieeffizienten Doppelfassade. Sie sorgen nicht nur dafür, dass Tageslicht bis in die Kernstruktur gelangt, um die Abhängigkeit von künstlichem Licht so weit wie möglich zu verringern, sondern bieten auch die Möglichkeit natürlicher Belüftung. Dank der aerodynamischen Form wird der Wind so um das Gebäude gelenkt, dass Windlasten auf Tragwerk und Verkleidung weitgehend minimiert werden. Im Gegensatz zu Gebäuden mit geraden Flächen wird der Wind nicht in Bodenrichtung abgelenkt, was zum einen der Sicherheit dient, zum anderen von Vorteil für den Fußgängerverkehr am Fuße des Gebäudes ist. Die natürliche Luftströmung um den Turm sorgt für erhebliche Druckunterschiede, die für die Belüftung des Gebäudes genutzt werden. Das Stahlskelett soll innerhalb eines Jahres stehen und das Gebäude ab Mitte 2004 genutzt werden können. Die auffallende, wabenförmige Architektur der Fassade nach dem Entwurf des weltbekannten Architekten Normen Forster macht den Swiss Re-Tower zum neuen Wahrzeichen der Stadt an der Themse. Dabei ist keines der 660 Fassadenelemente gleich. Insgesamt verkleiden 760 t Aluminiumprofile, 34 000 m2 Aluminiumblech und 46 000 m2 Glas den 180 m hohen Turm. Ausgeführt wurde die Fassade durch den Schweizer Fassadenbauer Schmidlin aus Aesch im Kanton Baselland zum Gesamtauftrag von 75 Mio. Euro; das Unternehmen holte sich damit den ersten Preis der britischen Bauwirtschaft und wurde aus 200 Konkurrenten zum Unternehmer des Jahres gewählt, wobei die eingereichten Projekte nach den Kriterien Innovation, Qualität und technischen Ausführung, Nachhaltigkeit, Termingenauigkeit und Kosteneffizienz beurteilt wurden. Brux
Industriekultur manifestiert sich stets auch in der Architektur. Zeugnisse im traditionellen oder modernen Stil gibt es zuhauf. So dokumentiert auch das einstige Fertigungsareal der Firma seca Vogel + Halke in Hamburg Stein auf Stein gemauertes ...
Industriekultur manifestiert sich stets auch in der Architektur. Zeugnisse im traditionellen oder modernen Stil gibt es zuhauf. So dokumentiert auch das einstige Fertigungsareal der Firma seca Vogel + Halke in Hamburg Stein auf Stein gemauertes Unternehmenswachstum. In die jetzige Neuorganisation und Umstrukturierung des Unternehmens mit Gebäude- und Flächenumnutzung sowie Fassadengestaltung sind die Hamburger Architekten und Innenarchitekten Hachtmann + Pütz einbezogen. Das Ergebnis spricht für sich. Weithin erkennbar vermittelt das Unternehmen ein neues Image. Die vielfältige Farbpalette erlaubte die harmonische Abstimmung der Grundtöne Blau, Rot und Grün der wie Holzwerkstoff zu verarbeitenden RESOPLAN®- Fassadenverkleidung. Der Name „seca“ steht seit über 160 Jahren für höchste Präzision und funktionelles Design im Bereich medizinisches Wiegen. Die Gründung des Unternehmens geht auf den jungen Schlossermeister A.C.C. Joachims zurück. Er erwarb von dem Straßburger Mönch Quintenz, der 1821 die Dezimalwaage erfand, das entsprechende Wissen. Zurück in Hamburg gründete A.C.C. Joachims 1840 eine Waagenfabrik, produzierte als Erster in Deutschland Dezimalwaagen und verkaufte sie in alle Welt. Nach seinem Tod erwarb der junge Maschinenschlosser Frederik Vogel das Unternehmen. Danach wurde die seca Vogel & Halke GmbH & Co. schnell für ihre innovativen Entwicklungen bekannt und setzte im Laufe der Jahrzehnte immer wieder marktbestimmende Maßstäbe. Noch heute ist „seca“ ein Familienunternehmen. Seit 1970 ist Sönke Vogel, ein Enkel Frederiks, an der Spitze. Das Unternehmen verfügt über eigene Niederlassungen in Frankreich, England, der Schweiz und den USA. Die Zentrale in Hamburg beschäftigt rund 100 Mitarbeiter. Modernisierte Substanz Auf dem Firmengelände am Hammer Steindamm sind in verschiedenen Gebäuden und Hallen Produktions- und Verwaltungsflächen untergebracht. Schon 1999 und 2000 baute das Unternehmen Fertigungsflächen in Büros und Ausstellungsflächen um. Nicht mehr benötigte Hallen und Gebäude wurden abgetragen und zu Parkflächen und Außenanlagen umgewandelt. Das Architekturbüro Hachtmann + Pütz erhielt den Auftrag, für weitere fünf Hallen neue Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen. Vorrangiges Ziel war die Schaffung variabler Produktionsmöglichkeiten, die kurzfristig auf geänderte Produktlinien und Marktanforderungen umgestellt werden können. Die einst fensterlosen Meister- und Spartenleiterbüros sollten einer zeitgemäßen Tageslicht- und Lüftungssituation angepasst werden. Abzuschattende An- und Ablieferzonen mussten Kälte- und Zugluftprobleme eliminieren. Zur großen Herausforderung wurde die mit einem Sheddach gedeckte zentrale Halle. Während die Reihe der asymmetrischen Satteldächer zwar für gutes Tageslicht der künftig als Büro- und als Fertigungsfläche zu nutzenden Halle sorgt, musste die marode Fassade gründlich restauriert werden. Gleichzeitig sollte die Fassade künftig die in gleichen Proportionen geplante doppelte Nutzung als Fertigungs- und Bürofläche widerspiegeln. Projektleiter Michael Joras erinnert sich an eine weitere Vorgabe: „Die neue Fassade sollte die vorgefundenen Versätze der nicht lotrecht übereinander liegenden Fenster im Erd- und Obergeschoss optisch überspielen und sich in ihrer Farbgebung sowohl in den gesamten Gebäudekomplex integrieren als auch die Gesamtwirkung aus der Perspektive der Straßenansicht optimieren.“ Material und Farbwahl im Einklang Weil die erforderliche Dämmung der Fassade innen erfolgt, sah der ursprüngliche planerische Ansatz vor, die außenseitigen Die Reihe der asymmetrischen Satteldächer sichert gutes Tageslicht der künftig als Büro- und als Fertigungsfläche zu nutzenden Halle. Das Fassadenmaterial RESOPLAN ® als massive, selbsttragende schlag- und bruchfeste RESOPAL ®-Platte mit einer für den Einsatz im Außenbereich lichtechten und wetterfest ausgerüsteten Oberfläche gewährleistet korrosionsfrei, frost-, hagel- und fäulnissicher langlebigen Bestand. Fassadentafeln als einfache Holzplattenoder Blechtafel-Elemente auszuführen. Da sich der optische Gesamteindruck von der Straße her auf die Spitzen des Sheddaches reduziert, sollten die vorzusehenden Fassadenelemente in diesem Bereich farblich betont werden. Bei der Farbgebung der Fassade ging es den Architekten darum, eine harmonische und zeitgemäße Kollage verschiedener Farben zu kreieren, die ihr farbliches Umfeld aufgreift. Vorgegeben waren Rottöne aufgrund der verschiedenen Ziegelfassaden der anderen Betriebsgebäude. Rot ist aber auch gleichzeitig Hausfarbe der Marke „seca“. Der sich über alles wölbende Himmel gibt den Farbton Blau vor. Efeu, Bäume und viele andere Pflanzen in den Außenanlagen bestimmen die Farbwahl Grün. Die verplante Farbpalette ergab einen optischen Nebeneffekt. Michael Joras: „Die in vielen kleinen skandinavischen Ortschaften vorzufindende Farbabstimmung Die Alternative fand sich im Planungsstadium schließlich im Fassadenmaterial RESOPLAN. Die massive, selbsttragende, schlag- und bruchfeste RESOPAL-Platte mit einer für den Einsatz im Außenbereich lichtechten und wetterfest ausgerüsteten Oberfläche ist korrosionsfrei, frost-, hagel- und fäulnissicher. Für die Reinigung der Oberfläche genügen Seifen- oder Waschmittellaugen. Selbst Graffiti lässt sich mit einem Spezialreiniger entfernen. Michael Joras: „Der große Vorteil ist darüber hinaus die vergleichsweise große Farbpalette, die auch fein abgestimmte Kompositionen ermöglicht.“ Der mit der Montage beauftragten Firma Kohlmeyer Fassadenbau-Handelsgesellschaft mbH aus Rotenburg an der Wümme kam zugute, dass sich RESOPLAN einfach wie Holzwerkstoff verarbeiten lässt und lediglich auf Metall-Unterkonstruktionen zu verankern und als hinterlüftete Fassade vor die Wand zu hängen ist. Der optische Gesamteindruck von der Straße her reduziert sich auf die Spitzen des Sheddaches mit seinen farblich betonten RESOPLAN®-Fassadenelementen. Nach dem Plan der Hamburger Architekten Hachtmann + Pütz wurde die mit einem Sheddach gedeckte zentrale Halle gründlich renoviert und für die künftige Nutzung als Fertigungs- und Bürofläche vorbereitet. inspirierte uns und führte letztlich zu der durchaus gewollten Anmutung einzelner, aneinander gereihter Häuser.“ Klar wurde allerdings auch, dass eine solche farbliche Vielfalt bei beschichteten Metallfassaden nur zu unvertretbaren Preisen von Sonderlackierungen zu haben war. Bei den vom Maler zu streichenden Holzfassaden hätte man hinnehmen müssen, dass der Pflegeaufwand hohe Folgekosten nach sich zieht.Erkennbare Firmenkultur Die fertige Fassade beeindruckt. Gab es keine Kritik? Michael Joras: „Die Bauprüfabteilung und der maßgebliche Entscheider beim Bauherren haben dieses Konzept von Anfang an mitgetragen. Lediglich bei einigen Mitarbeitern des Bauherren gab es anfänglich Skepsis, die sich jedoch mittlerweile in Zustimmung gewandelt hat.“ Mit den Renovierungsarbeiten zeigt sich aber auch, dass es für den bei vielen Industrieunternehmen oft schnell geplanten Standortwechsel eine gute Alternative gibt. Schließlich verbindet sich die Tradition der Marke „seca“ in starkem Maße mit ihrem Ursprung, der auch durch die eigene Baugeschichte gekennzeichnet ist. Das Geheimnis des Erfolges der „seca“-Waagen lag von Anfang an in der langlebigen hohen Qualität und Präzision der Produkte. Und es lag im steten Bekenntnis zu Hamburg, wo jetzt die gelebte Firmenkultur auch in dem Streben nach Erhalt der historischen Industriearchitektur nach außen sichtbar wird. Farbenfrohe skandinavische Städtchen inspirierten die Architekten bei der Farbgebung der Fassade, die den gewollten Eindruck aneinander gereihter Häuser vermittelt.
Russland zelebrierte am 27. Mai 2003 den 300. Geburtstag von St. Petersburg. Die Stadt an der Newa war für einige Tage wieder das, als was sie gegründet wurde und was sie 200 Jahre lang gewesen ist: Die Hauptstadt Russlands. In den vergangenen Monaten ...
Russland zelebrierte am 27. Mai 2003 den 300. Geburtstag von St. Petersburg. Die Stadt an der Newa war für einige Tage wieder das, als was sie gegründet wurde und was sie 200 Jahre lang gewesen ist: Die Hauptstadt Russlands. In den vergangenen Monaten wurden zahlreiche Paläste und Kirchen restauriert. Sie erstrahlten pünktlich zum Fest im neuen „alten Glanz.“ Vier Tage später nahm Russlands Präsident Wladimir Putin die Parade der ausländischen Präsidenten und Regierungschefs ab. Auch Bundeskanzler Gerhard Schröder gehörte zu den Repräsentanten aus 45 Ländern, die zu diesem Weltgipfeltreffen von Staatsführern der G- 8-Staaten, der Europäischen Union, ihrer Anwärterländer und der Exsowjetrepubliken kamen. Großer Palast in Petershof: Die denkmalgeschützte Fassade wurde mit einer in Deutschland entwickelten speziellen Kalkfarbe restauriert. Prachtfassade: Der Englische Kai 6 Fotos: Caparol Farben Lacke Bautenschutz Stolz präsentierte Russlands schönste Stadt zum Fest seine Kunstdenkmäler und Prachtfassaden. Die Farben dafür kamen zum überwiegenden Teil aus Deutschland. „Die russischen Maler haben in den vergangenen Jahren in St. Petersburg weit über 100 Fassaden mit unseren Farben gestrichen“, sagte Gert Walther, Geschäftsführer der Caparol- Firmengruppe. Zu den Gebäuden, die mit Werkstoffen des Unternehmens renoviert wurden, gehören so bekannte wie der Große Palast in Peterhof, der Scheremetjew-Palast und das Senatsgebäude. Mariinskij-Theater im neuen Glanz Bei den Arbeiten am Senats- und Synodegebäude setzten die Restauratoren genauso auf Sylitol- und Amphisilan- Fassadenfarbe wie beim Verschönen der Russischen Nationalbibliothek sowie dem Nikolai- und Jussupow-Palast, wo der Wunderheiler Rasputin einst von den Widersachern Zar Nikolajs II. ermordet wurde. Die Kathedrale des heiligen Andrej Perwoswannyj und das Mariinskij- Theater erstrahlen ebenfalls mit der Siliconharz-Fassadenfarbe Amphisilan in neuem Glanz. Im 1860 erbauten Mariinskij wurde Ballettgeschichte geschrieben. Nach der Revolution hieß das Mariinskij (was auf Deutsch nichts anderes als Marientheater bedeutet) kurzzeitig Akademietheater, bis es 1935 nach dem ermordeten Leningrader Parteisekretär Sergej Kirow benannt wurde. 1992 wurde dann aus dem Leningrader Kirow wieder das St. Petersburger Mariinskij, kurz Marinka, wie es liebevoll von den St. Petersburgern genannt wird. Am 27. Mai 1703 war der Grundstein für die Festung „Sankt-Piter-Burch“ gelegt worden, nachdem Peter der Große zu Beginn des Nordischen Krieges den Schweden das Gebiet abgenommen hatte. An dem strategisch günstig gelegenen Platz, einem eisfreien Ort am Finnischen Meerbusen, ließ der russische Zar seine neue Hauptstadt errichten – 1712 zog er von Moskau in sein „Paradies“ um. Der russische Adel wurde ebenfalls nach Petersburg umgesiedelt und musste dort auf Befehl des Zaren seine Paläste errichten. Als Baumeister beauftragte der Zarenhof die berühmtesten europäischen Architekten jener Zeit. Sie kamen aus Holland, der Schweiz, Deutschland und Italien. Der Petersburger Stil in der Architektur entstand. Berichtet wird, dass „Piter immer nach der neuesten architektonischen Mode ging und die modernsten europäischen Bauideen umsetzte.“ Katharina die Große machte aus Petersburg das Venedig des Nordens: eine Stadt mit Ufern und Kanälen aus grauem Granit, mit schmiedeeisernen Geländern, Brüstungen und Sockeln. Im 19. Jahrhundert entstanden die Paläste reicher Kaufleute und elegante Mietshäuser der Fabrikbesitzer. Russlands Fenster nach Europa Erwachsen war eine ursprünglich von französischen und italienischen Baumeistern entworfene Imperiale, die große Bewunderung auslöste. Bereits 130 Jahre nach dem Beschluss, die Kapitale im nordischen Morast zu bauen, verherrlichte Alexander Puschkin den Gründungsakt in seiner Verserzählung vom „Ehernen Reiter“, dem Standbild Peters des Großen, das nun in neuem Glanz am Newa-Ufer steht: „Von nun an drohen wir dem Schweden, hier wird’s in Zukunft eine Stadt zum Trotz des eitlen Nachbarn geben. Hier stoßen wir im Zeitenlauf ein Fenster nach Europa auf, am Meere lassen wir uns nieder. Wir werden durch den neuen Strand bei allen Völkern rasch bekannt, hier feiert man, kommt gerne wieder.“ ? Nach den Anstricharbeiten zeigt sich die Russische Nationalbibliothek von ihrer schönsten Seite. Bei den Arbeiten am Russischen Ethnographischen Museum setzten die Restauratoren auf die Silikatfarbe Sylitol. Historische Paläste im Stadtzentrum Letzteres soll insbesondere jetzt gelten. Als Folge des Jubiläums erhofft sich die Stadt weitere Zugkraft, um Touristen zu locken. Denn Russlands Fenster nach Europa hat seine Dekoration zur 300-Jahr- Feier fürwahr auf Vordermann gebracht. Die meisten der barocken, klassizistischen, historischen Paläste im Stadtzentrum prangen mit renovierten, im traditionellen Gelbweiß oder Hellblau gestrichenen Fassaden. Noch während der letzten Tage vor Beginn der Feierlichkeiten waren bis spät in die Nacht viele Arbeiter damit beschäftigt, an Portalen zur Hauptstraße Newski Prospekt kupferne Zierpilaster anzubringen, holzgeschnitzte Tore aufzupolieren oder Fenstergitter zu vergolden. Wie Petersburgs Architektur exemplarisch vor Augen führt, unterscheiden sich die russischen Stilepochen von den europäischen durch größere oder kleinere Zeitverzögerung; vor allem aber mischen sie historische Phasen frei durcheinander. So lässt der Begründer des russischen Barock, Zur 300-Jahr-Feier von St. Petersburg erstrahlt der Scheremetjew-Palast mit Werkstoffen von Caparol, dem größten deutschen Baufarbenhersteller, in neuem Glanz. Auch das Malyj-Opernhaus wurde rechtzeitig zum Fest auf Hochglanz gebracht. Historische Fassade an der Spalernaja Straße 18 Das Senats- und Synodegebäude gehört zu den zahlreichen Bauwerken, die in St. Petersburg renoviert wurden. Zu einem Besuch in der Stadt an der Newa gehört es, im Mariinskij-Theater gewesen zu sein. ? Kathedrale des heiligen Andrej Perwoswannyj. der in Paris aufgewachsene Italiener Bartolomeo Rastrelli, seine Prachtgebäude bedenkenlos von Rokoko-Zier umspielen. Zugleich künden die Bauformen in Russlands europäischer Hauptstadt nirgends von einem Innendruck, der sie hervorgetrieben hat. Die Gestalt erscheint nicht durch suchenden Drang oder innere Notwendigkeit hervorgebracht, sondern durch die souveräne Handhabung eines vorgefundenen Systems. Die Petersburger Architektur- und Kunsttradition, deren Anhänger sich immer besonders für die vollkommene Linie, weniger für die Bewältigung von Volumen begeisterten, setzt so im gewissen Sinn das zweidimensionale Denken der Ikonenmalerei fort. Farbanstrich hat Tradition Von Anfang an unterschieden sich Petersburgs klassische Bauwerke von den meisten europäischen durch einen farbigen Anstrich, was insbesondere im Zusammenspiel mit dem naßkalten Klima tröstlich wirkt und aus den Traditionen der altrussischen Architektur hergeleitet wurde. Doch die jetzt aufgefrischte, beige- gelbe, lachsrosa, gelegentlich türkise Farbgebung, die dem Stadtzentrum eine gewisse Einheit verleiht, erhielten viele Paläste erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Aus jener Zeit stammt auch die grüngelb- weiße Gestalt des Winterpalastes, dessen Fassade vor der Revolution in blassem Gelbweiß gehalten war. Im Krieg hatte man den prominentesten Gebäuden einen grauen Tarnanstrich verpasst, der die Stadt für die Piloten der deutschen Luftwaffe unsichtbar machen sollte. Bei den Jubiläumsvorbereitungen sprachen sich nun zahlreiche Kunsthistoriker dafür aus, die vom Geschmack der einzelnen Besitzer bestimmte individuelle Farbigkeit der verschiedenen Bauwerke aus der späteren Zarenzeit wiederherzustellen. Zum Restaurationsprogramm gehörte auch die Säuberung von Petersburgs Bronzestatuen, die stark angegriffen waren. Braunglänzend wirkt das in Puschkins „Ehernem Reiter“ zum Leben erwachende Reiterstandbild Peters des Großen so nagelneu, dass man es kaum wiedererkennt, ebenso wie die vier Rossebändiger von Klodt an der Anitschkow- Brücke, die obendrein mit einer Farbschicht überzogen wurden, um sie gegen die Witterungseinflüsse zu schützen. Konstantin-Palast: zum Jubiläum renoviert Eigens zum Jubiläum wurde auch der barocke Konstantin-Palast renoviert. Noch 2002 war der mehrfach ausgebrannte Palast, mit dessen Bau 1720 unter Peter dem Großen begonnen worden war, vollkommen heruntergekommen, die Parkanlage verwildert. Doch zeitweise bis zu 7000 Bauarbeiter und Restauratoren schafften es in einer großen Kraftanstrengung, aus dem verfallenen Komplex ein luxuriöses Kongreßzentrum zu machen. Beim Rundgang durch die Stadt wird auch das Alexandrinskij- Theater zum Blickfang. Eindrucksvoll präsentiert sich die Fassade des Jussupow-Palasts. Das Börsengebäude ist auch als Marine- Museum bekannt. Deutschlands größter Baufarbenhersteller ist bereits seit 1992 in Russland aktiv. „Im Grunde sind wir durch die deutsche Einheit nach Russland gekommen“, sagte Walther. Nach der Übernahme der Lacufa AG Lacke und Farben Berlin im Jahr 1992 von der Treuhandanstalt hat das Unternehmen die Internationalisierung kontinuierlich vorangetrieben und einen Schwerpunkt in Osteuropa, insbesondere in Russland gebildet. Kompetenz in der Baudenkmalpflege Vom Produktionsstandort der Caparol-Firmengruppe in Ober-Ramstadt (Hessen) und vom Logistikzentrum in Fürstenwalde wurden die Farben geliefert, die jetzt St. Petersburgs prächtige Kulisse bilden. Seit 1995 arbeitet das konzernfreie Familienunternehmen dort intensiv an der Verschönerung des Stadtbilds mit. Die Zusammenarbeit mit der Baudenkmalpflege in St. Petersburg ist eng. Fachleuchte des Baufarbenherstellers Caparol sind gefragt, wenn es darum geht, historische Bausubstanz zu untersuchen und den geeigneten Anstrichstoff für hochwertige Fassadenrenovierungen zu ermitteln. So wurde das Börsengebäude, auch als Marine-Museum bekannt, nicht nur mit gerade in der Denkmalpflege beliebten Sylitol-Werkstoffen verschönt. Zum Einsatz kamen außerdem ein spezieller Fassadenfeinspachtel, Calcimur-Kalkschlämme sowie die Siliconharz-Fassadenfarbe Amphisilan. Die Fassaden am Englischen Kai 4 und 6 gefallen wie der Scheremetjew-Palast und das Russische Ethnographische Museum mit Amphisilan- und Sylitol-Fassadenfarbe. Zu den Eigenschaften der Silikatfarbe Sylitol gehört die hervorragende Großes Dramatheater in St. Petersburg. Der Nikolaipalast wurde mit der Siliconharz- Fassadenfarbe Amphisilan renoviert. Säulengeschmückte Fassade: Der Englische Kai 4 Witterungsstabilität. Sie ist besonders lange haltbar und aufgrund des anorganischen, nicht thermoplastischen Bindemittels sehr widerstandsfähig gegen Verschmutzung und gegen aggressive Schadstoffe aus der Luft. Langfristige saubere Fassaden Das historische Gebäude an der Spalernaja Straße 18 und das Alexandrinskij-Theater erhielten mit Amphisilan ihr Festtagskleid. Der Werkstoff ist nach dem neuen Caparol Clean Concept für langfristig saubere Fassaden rezeptiert. „Hier vereinigen sich die bekannt guten Eigenschaften von Silikat- und Mineralfarben mit der universellen Einsetzbarkeit von Dispersionsfarben“, erklärt Dr. Christian Brandes von der Caparol-Baudenkmalpflege. Amphisilan kann auf fast allen Untergründen problemlos verarbeitet werden. Der Werkstoff trocknet fleckenlos auf und zeigt eine mineralmatte, natürlich wirkende Oberfläche, Farbtöne entwickeln eine besonders schöne Brillanz. Am Großen Dramatheater kam mit Muresko-plus eine weitere hochwertige Fassadenfarbe von Caparol zum Einsatz. „Gerade historische Fassaden erfordern besonders viel Liebe und Sachkenntnis bei der Restaurierung“, weiß Walther. „Wir veranstalten deshalb jedes Jahr in St. Petersburg ein großes Denkmalschutzseminar für Architekten und Denkmalpfleger.“ Der Gedankenaustausch ist intensiv. So treffen sich auch im Berliner Schulungszentrum des Unternehmens regelmäßig Experten aus Deutschland, Russland und anderen osteuropäischen Ländern zu internationalen Gesprächen. Dabei habe sich gezeigt, so Walther, „dass Farben nicht nur Baudenkmäler, sondern auch die Beziehungen zwischen den Staaten pflegen. Die Feier ,300 Jahre St. Petersburg’ ist denn auch der vorläufige Höhepunkt unserer Tätigkeit und die Bestätigung der sehr guten Zusammenarbeit mit den russischen Malern, Architekten und Restauratoren.“ Als Hersteller von Farben und anderen Bauprodukten engagiert sich Caparol bereits seit Jahrzehnten erfolgreich in der Baudenkmalpflege. „Wir widmen uns diesem anspruchsvollen Arbeitsgebiet mit großem Einsatz, da wir uns freuen, auf diese Weise einen Beitrag zum Erhalt unseres kulturellen Erbes leisten zu können“, sagt Firmenchef Dr. Klaus Murjahn. Die Beteiligung an der Verschönerung St. Petersburgs spiegelt das eindrucksvoll wider. Franz Dörner
Für die Renovierung der vielen prachtvollen historischen Fassaden von St. Petersburg wurden hochqualitative Beschichtungssysteme eingesetzt, die sich für denkmalgeschützte Bauten besonders bewährt haben. Weit über 100 Gebäude haben ihr traditionell ...
Für die Renovierung der vielen prachtvollen historischen Fassaden von St. Petersburg wurden hochqualitative Beschichtungssysteme eingesetzt, die sich für denkmalgeschützte Bauten besonders bewährt haben. Weit über 100 Gebäude haben ihr traditionell überliefertes Erscheinungsbild mit Caparol-Werkstoffen wieder erhalten. Dabei war es zunächst oft erforderlich, schadhafte Putzflächen auszubessern und Untergründe zu verfestigen. Umfassende Anwendung fand hier Capalith-Fassadenspachtel P, der beim Planspachteln rauher und unebener Untergründe je Arbeitsgang das Aufbringen einer Schichtdicke von bis zu zehn Millimetern ermöglicht (bei Ausbruchstellen zwanzig Millimeter). Zum Verfestigen von Altanstrichen sowie sandender, poröser Flächen nutzen die russischen Maler neben anderen Grundiermitteln auch als besonderen „Problemlöser“ einen Tiefgrund mit sehr hohem Eindringvermögen (Dupa- grund). Bei den eingesetzten Anstrichsystemen entschieden sich die Experten häufig für Sylitol-Dispersions-Silikatfarben, die neben ihrer hohen Wetterbeständigkeit durch Doppelverkieselung auch sehr gute feuchtetechnische Eigenschaften besitzen, da sie zusätzliche Silicone enthalten, die einen hohen Schutz vor Regenbelastung erzielen. Weitere hervorragende Eigenschaften dieser Silikatfarben sind eine nur geringe Wasserdurchlässigkeit bei gleichzeitig hohem Wasserdampf-Diffusionsvermögen. Als hilfreich erwies sich auch Sylitol-Minera – ein silikatgebundener, gut füllender Quarzgrund zum Egalisieren von Strukturunterschieden bei Putzen und zum Verschlämmen von Schwindrissen. Bei vielen der in neuer Pracht wiederhergestellten Gebäude von St. Petersburg kamen auch Siliconharzfarben (Amphisilan) zum Einsatz. Denn sie zeichnen sich ebenso wie Silikatfarben durch geringe Wasser- und hohe Wasserdampfdurchlässigkeit aus. Die Beschichtungsstoffe empfehlen sich für Flächen, die einer besonders hohen Witterungsbeanspruchung ausgesetzt sind. Sie haben eine sehr geringe Verschmutzungstendenz bei gleichzeitig langer Haltbarkeit. An denkmalgeschützten Fassaden kommen Siliconharzfarben zur Anwendung, wenn mineralische Beschichtungen auf Grund der Untergrundverhältnisse nicht oder nur bedingt geeignet sind – zum Beispiel, falls organisch gebundene Altanstriche vorlagen und nicht rückstandsfrei entfernt werden konnten. Amphisilan ist ein universell einsetzbarer Werkstoff für alle anzutreffenden Fassaden- und Sanierputze. Als Bindemittel fungieren eine wäßrige Siliconharz-Emulsion und eine Acryldispersion. Die Farbe trocknet matt und ohne Filmbildung sowie spannungsarm auf. Dort, wo es sich empfahl, wurden für die Fassadenrenovierung in St. Petersburg auch fortschrittliche Kalkfarben (Calcimur) eingesetzt. Sie können nur auf mineralischen Untergründen aufgetragen werden. Deswegen ist ihr primäres Anwendungsgebiet auf neue Putze oder Altputze bezogen, die ungestrichen sind oder mineralische Altbeschichtungen aufweisen. Kalkfarben sind in hohem Maße durchlässig für Wasser, Wasserdampf und Kohlendioxid. Eine neue Technik besteht überdies darin, den eingesumpften Weißkalk zu dispergieren. Durch die so entstehenden sehr kleinen Kalkagglomerate wird die Karbonatisierung des Kalkhydrats stark beschleunigt, wodurch der Werkstoff schneller erhärtet. Hinzu kommt, dass die Bindekraft des ausgehärteten Weißkalkhydrates höher ist als die von üblichem Sumpfkalk. Das umfassende Angebot an hochwertigen Werkstoffen für historische Fassaden überzeugte die russischen Denkmalschützer von der Kompetenz des größten deutschen Baufarbenherstellers Caparol, der inzwischen auf eine 108-jährige Tradition und eine dementsprechende anwendungstechnische Kompetenz zurückblicken kann. So wurde das mit viel Aufwand restaurierte Erscheinungsbild der Zarenstadt St. Petersburg unter anderem zum Wahrzeichen für eine fruchtbare und von Vertrauen geprägte deutsch-russische Zusammenarbeit, die auch in Zukunft ihre gedeihliche Fortsetzung finden wird. Dafür bürgt eine in Europa führende Werkstoffqualität. Wilhelm Michel
CAFM gehört zu den wichtigsten technologischen Innovationen im Baubereich. Dennoch spielt die rechnergestützte Gebäude-, Anlagen- und Inventarverwaltung bei Planern und Ausführenden noch keine große Rolle. Dabei bietet diese neue Technologie die ...
CAFM gehört zu den wichtigsten technologischen Innovationen im Baubereich. Dennoch spielt die rechnergestützte Gebäude-, Anlagen- und Inventarverwaltung bei Planern und Ausführenden noch keine große Rolle. Dabei bietet diese neue Technologie die Möglichkeit, Planungs- und Betriebskosten einzusparen – und sich ganz nebenbei neue Leistungsbereiche zu erobern. Auch im Fassadenbereich kann CAFM wertvolle Dienste leisten. Bereits während der vergleichsweise kurzen Planungsphase eines Gebäudes wird eine Vielzahl von wichtigen Projektinformationen zusammengetragen, die für die gesamte Nutzungsdauer ausschlaggebend sind. Hier kann dem Einsatz von CAFM eine Schlüsselrolle zukommen. Technologisch aufgeschlossene, innovative Ingenieurbüros sehen schon heute ihre Aufgabe in der umfassenden Bauplanung und Bauberatung. Egal, ob die Gebäudedaten lediglich bis zur Übergabe aufbereitet werden oder ob der Planer mit einem kompetenten Partner die Gebäudebewirtschaftung übernimmt – in jedem Fall kann damit der Grundstein für eine lange, vertrauensvolle Kundenbeziehung geschaffen werden: ein wichtiger Faktor gerade in konjunkturell schwierigen Zeiten. Denn welcher Bauherr möchte sich nicht darauf verlassen können, dass von der Projektvorbereitung bis zum Gebäudebetrieb für einen möglichst reibungslosen, effektiven und wirtschaftlichen Ablauf gesorgt ist. Effiziente Gebäudebewirtschaftung von Anfang an Ziele des CAFM-Einsatzes sind die Senkung von Planungs- und Betriebskosten, die Werterhaltung und der Zuwachs an Produktivität. Ein strukturiertes Verfahren auf der Grundlage einer zentralen Ablage und Verteilung grafischer und alphanummerischer Daten in einem gemeinsamen „Datentopf“ erhöht die Planungsqualität und sorgt für die nötige Transparenz: Auch projektfremde Mitarbeiter können im Bedarfsfall sofort „einspringen“ und bei Projektpausen oder Folgeaufträgen wird ein schneller Wiedereinstieg möglich. CAFM-Systeme wie SPIRIT FM von softTECH, einem Hersteller für integrierte Software für die Gebäudeplanung, -realisierung und -bewirtschaftung, ermöglichen Architekten und Ingenieuren schon in der Planungsphase den Aufbau einer auf die Gebäudebewirtschaftung abgestimmten Datenbank. Der modulare Aufbau des Programms schließt den Erwerb überflüssiger Softwarefunktionen aus und gewährleistet dabei einfache Handhabung und effektiven Einsatz. Die reine Flächenerfassung mit SPIRIT FM flächen steht nur am Anfang der umfassenden Möglichkeiten des Programms: Hat der Bauherr die Nutzung für sein Gebäude festgelegt, kann analysiert werden, welche Dienstleistungen für den Gebäudebetrieb notwendig sind und welche Module der breiten SPIRIT-FM-Palette (-archiv, -belegung, -dienste, -erfassung, -import, -info, -instandhaltung, -schüssel, -umzug, -web) zum Einsatz kommen können. Die Einbeziehung zusätzlicher Module für bestimmte Bewirtschaftungszwecke ist aber auch zu einem späteren Zeitpunkt noch problemlos möglich. CAFM im Fassadenbereich Gerade im Fassadenbereich lässt sich SPIRIT vielfältig nutzen: Mit dem Modul SPIRIT instandhaltung beispielsweise können intelligente Gebäudehüllen oder andere technische Anlagen kontrolliert, gewartet und dazugehörige Dokumente und Verträge gespeichert werden. Darüber hinaus kann der Nutzer mit diesem Modul auch Zeitpläne erstellen und seine Budgetplanung überblicken. Die Erfassung von Fassadendaten für eine ganzheitliche Gebäudebewirtschaftung ist heutzutage einfach: Digitale Fotos können mit der Bildentzerrungssoftware SPIRIT archmess schnell bearbeitet werden. Die so perspektivisch entzerrten Fotos lassen sich dann über eine CAD-Schnittstelle direkt in das CAFM-Programm einlesen und weiterbearbeiten. (Foto: softTECH, Architekturbüro Romig/Darmstadt, FMA GmbH/Kassel) Das Basismodul SPIRIT FM flächen verwaltet Flächen jeder Art, also Grundriss-, aber auch Fassadenflächen im weitesten Sinne. So lassen sich beispielsweise unterschiedliche Reinigungsflächen an einer Gebäudefassade exakt erfassen und mit den jeweiligen Reinigungskosten oder Wartungsintervallen verknüpfen. Damit hat man schnell im Blick, wann was zu welchem Preis gereinigt oder gewartet werden muss. Fenster können farblich bestimmten Räumen oder Gebäudebereichen zugeordnet und mit Kostenstellen oder Organisations- und Mieteinheiten etc. verbunden werden. Für gewerbliche oder private Mieter ergibt sich also eine schnelle Übersicht darüber, welche Fensterflächen zu welcher Mieteinheit gehören. Das Programm ermöglicht die individuelle Zuweisung weiterer Informationen und kann so Daten für eine Vielzahl von Anwendungsfällen bereit stellen. Fotografisches Fassadenaufmaß Nicht immer sind Bauzeichnungen als Grundlage für eine rechnergestützte Gebäudebewirtschaftung vorhanden – ganz zu schweigen von aktuellen Fassadenplänen. Das manuelle Aufmaß der äußeren Gebäudehülle ist sehr kostenintensiv, da Gerüste gestellt und für die Gebäudebewirtschaftung wichtige Details manuell erfasst werden müssen. Wer solche Mühen bei der Fassadenerfassung nicht mehr auf sich nehmen will, dem bietet SPIRIT archmess ein schnelles und sicheres Verfahren: Die Fassade muss dazu lediglich mit einer konventionellen oder einer Digital-Kamera fotografiert werden. SPIRIT archmess rechnet daraus mit Hilfe begramms geladen, kalibriert und anschließend „durchgepaust“. Die „Pause“ kann dann über eine CAD-Schnittstelle direkt in das CAFM-Programm, beispielsweise SPIRIT FM, eingelesen werden. Alternativ lässt sich das entzerrte Foto direkt als Pixelgrafik in das CAFMProgramm laden und weiterbearbeiten. Eine einfache, aber sehr effiziente und schnelle Methode der Erwirtschaftung grafischer Fassadendaten. kannter Längen oder zuvor am Objekt eingemessener Passpunkte automatisch perspektivische Bildverzerrungen heraus. Auf der Grundlage der so entzerrten Fotos lassen sich anschließend mit beliebigen CAD-Programmen, die Pixeldaten lesen können – beispielsweise mit SPIRIT –, maßstabsgetreue An- oder Aufsichten erstellen. Dazu wird das entzerrte Bild zunächst in den Hintergrund des
Computer Aided Facilities Management (CAFM) fasst alle rechnergestützten Tätigkeiten zusammen, die dem Zweck dienen, Gebäude, Anlagen oder Inventar verfügbar zu machen, zu halten sowie wechselnden Erfordernissen anzupassen. CAFM setzt bereits bei der ...
Computer Aided Facilities Management (CAFM) fasst alle rechnergestützten Tätigkeiten zusammen, die dem Zweck dienen, Gebäude, Anlagen oder Inventar verfügbar zu machen, zu halten sowie wechselnden Erfordernissen anzupassen. CAFM setzt bereits bei der Planung an, umfasst die Realisierung, Bewirtschaftung sowie das Controlling und reicht bis zum Umbzw. Rückbau der Sachanlagen. CAFM ist nicht nur im Bereich hochinstallierter Fabrik-, Labor- oder Klinikbauten, sondern auch im Wohnungs- und Verwaltungsbau ein vielversprechender Zukunfsmarkt.
Darauf haben Profis schon lange gewartet: Holzbohlen in einem Arbeitsgang rationell und sicher auf Stahltrapezprofilen oder dünnwandigen Stahlprofilen befestigen. Bei der Befestigung von Holzbohlen auf Stahltrapezprofilen mit konventionellen Schrauben ...
Darauf haben Profis schon lange gewartet: Holzbohlen in einem Arbeitsgang rationell und sicher auf Stahltrapezprofilen oder dünnwandigen Stahlprofilen befestigen. Bei der Befestigung von Holzbohlen auf Stahltrapezprofilen mit konventionellen Schrauben durchdringen diese das Stahlblech in der Regel nicht auf Anhieb. Die Holzbohle hebt sich vom Trapezprofil ab. Nach dem Durchbohren des Stahls lassen sich die beiden Bauteile nicht mehr oder nur schwer zusammenziehen. Nicht so mit dem neuen Bohrbefestiger SD2-S11 von SFS intec. Borspitze, Gewinde und Schaft sind so aufeinander abgestimmt, dass sich die zu verbindenden Bauteile rasch und sicher zusammenziehen. So spart der Verarbeiter Zeit und Ärger beim Verschrauben. Darüber hinaus bietet der neue Befestiger mit optimierter Bohrspitze weitere Verarbeitungsvorteile, die die Wettbewerbsfähigkeit entscheidend verbessern. Grundsätzlich kann der bauaufsichtlich zugelassene SD2- S11-Befestiger überall dort angewendet werden, wo Holz (60 x 60 bis 80 x 80 mm) mit Stahlprofiltafeln oder dünnwandigen Stahlprofilen, maximal 2 x 1,25 oder 1 x 1,50 mm, befestigt werden soll, beispielweise: für die Verschraubung von Holzbohlen in doppelschaligen, flachgeneigten Trapezprofildächern als Distanzhölzer zwischen den Trapezprofillagen anstatt von Z- oder U-Profilen aus Stahl, für die Befestigung von Kanthölzern auf dem Obergurt für nachfolgende Einbauten, wie Lichtkuppeln, für die vertikale Befestigung von Holzbohlen auf Kassettengurten an innenliegenden Trapezprofilen, für Befestigung von Randbohlen, Auswechslungen oder auch Distanzhölzern im Flachdach zwischen der Wärmedämmung auf der Tragschale im Obergurt. Dank spezieller Bohrspitze und abgestimmtem Gewinde durchdringt und befestigt der Bohrbefestiger SD2-S11 Holzbohle und dünnwandige Stahlprofile in nur einem Arbeitsgang schnell und sicher – ohne Vorbohren! SD2-S11 wird mit einem handlichen, leistungsstarken Bohrschrauber montiert. Für die ermüdungsarme und komfortable Verarbeitung bietet SFS intec seinen bewährten Montageaufsatz CF 40-B an. Dieser Spezialvorsatz ermöglicht eine konstant hohe Setzleistung während längerer Zeit und verhindert Fehlsetzungen. Den neuen Bohrbefestiger gibt es in nichtrostendem Stahl 1.4301, A2 und in einsatzgehärtetem Kohlenstoffstahl. Die Bohrspitze besteht aus einsatzgehärtetem Kohlenstoffstahl. Die Oberfläche ist verzinkt. Im Produktprogramm sind jeweils zwei Befestigungslängen, SD2/60/80-S-S11 6x84/114 oder SD2/60/80-S11 6x84/114. Sie sind in beiden Werkstoffen bauaufsichtlich zugelassen und damit Stand der Technik.
Gewohnt einfache Handhabung, rationelle und kostengünstige Fertigung und ein erprobtes, anwendungssicheres Dichtungssystem ? das sind die charakteristischen Merkmale von Basic, dem neuen trägerunabhängigen Fassadenprofil der Schüco Stahlsysteme Jansen. ...
Gewohnt einfache Handhabung, rationelle und kostengünstige Fertigung und ein erprobtes, anwendungssicheres Dichtungssystem – das sind die charakteristischen Merkmale von Basic, dem neuen trägerunabhängigen Fassadenprofil der Schüco Stahlsysteme Jansen. Damit lassen sich die geprüften Eigenschaften des bewährten VISS-Systems auf beliebigen Unterkonstruktionen nutzen, denn VISS-Basic kann erstmals auf frei wählbare Stahl-Unterkonstruktionen aufgebracht werden. Das bedeutet mehr Freiheit in der planerischen Praxis bei gleichzeitiger Sicherung der Systemvorteile, insbesondere seiner anerkannt einfachen und wirksamen Glasfalz-Entwässerungs- und Belüftungslösung. Die Neuentwicklung ist eine wärmegedämmte, auf dem System der Trocken-/Druckverglasung beruhende Pfosten-/ Riegelkonstruktion und eignet sich sowohl für großflächige Vertikalfassaden als auch für Schräg- und Dachverglasungen. Allen Varianten ist gemeinsam, dass die raumseitige Tragkonstruktion werkstoffunabhängig und entsprechend den ästhetischen Vorstellungen des Architekten oder den Erfordernissen des Statikers frei gewählt werden kann (z. B. IPE-Träger, RHS/ MSH-Hohlprofile, Eigenbau- Träger etc.). Das System kann vor Ort mit wenigen Einzelteilen schnell und preisgünstig montiert werden – mittels Edelstahlbolzen (Schweißoder Schraubbolzen) und Spezialschrauben mit vormontierter Zentrierscheibe, mit welchen die Anpressprofile drehmomentgerecht befestigt werden. Unterschiedliche Längen der Bolzen und Schrauben ermöglichen den Einbau von Füllelementen von 6 bis 40 mm. Deren Lastabtragung erfolgt auf Edelstahl-Traganker. Zur äußeren Abdeckung stehen Alu-Profile in verschiedenen Tiefen und Konturen zur Verfügung; einzelne Deckprofile sind auch in Edelstahl oder Rheinzink lieferbar. Im Riegelbereich von Schrägverglasungen können darüber hinaus geschraubte und geklebte Deckprofile eingesetzt werden. Eine 60-seitige Broschüre informiert über das System und seine konstruktiven Möglichkeiten. Sie steht auf Abruf kostenlos zur Verfügung. Mit dem trägerunabhängigen Fassadensystem VISS-Basic lassen sich die geprüften Eigenschaften des bewährten VISS-Systems auf beliebigen Unterkonstruktionen nutzen; für großflächige Vertikal-, Schräg- und Dachverglasungen.
Silbergrau heißt die neueste ArGeTon- Farbe von Müller Dachziegelwerke. Die keramische Scherbenfarbe wird durch Sauerstoffreduktion im Brand erzielt. Keramisch graue Scherben besitzen eine besondere Ausstrahlung. Sie sind nicht nur einfach Grau, sondern ...
Silbergrau heißt die neueste ArGeTon- Farbe von Müller Dachziegelwerke. Die keramische Scherbenfarbe wird durch Sauerstoffreduktion im Brand erzielt. Keramisch graue Scherben besitzen eine besondere Ausstrahlung. Sie sind nicht nur einfach Grau, sondern fein nuancierend in Richtung erdfarbener oder sandiger Töne. Mit dem neuen Silbergrau haben die von Müller Dachziegelwerke die Farbpalette für ihre ArGeTon-Fassade auf insgesamt fünf Grautöne erweitert. Ferner wurde eine neue horizontale Aluminium- Unterkonstruktion entwickelt. Die waagerechte UK besteht aus einem speziellen Profil in das darauf abgestimmte Aluklammern eingeclippt werden. Vorteil der neuen Unterkonstruktion: Sie benötigt weniger Verankerungspunkte und ist in der Montage flexibler und damit in vielen Fällen wirtschaftlicher. Die neue zum Patent angemeldete Unterkonstruktion ist bereits erfolgreich im Einsatz. Die neue horizontale Alu-Unterkonstruktion besteht aus speziellen Tragprofilen und Klammern, die nur noch eingeclippt werden. Silbergrau heißt die neueste keramische Farbe für die ArGeTon-Ziegelfassade. Neben Lichtgrau, Platingrau, Erzgrau und Vulkangrau ist es der fünfte Grauton.
Das ?ArcForum? Architektenseminar bei Glas Trösch Am 4. Juli 2003 fand bei der Glas Trösch Beratung in Ulm eine ganztägige Vortragsveranstaltung für Architekturund Planungsbüros statt, an der ca. 50 Architekten aus Süddeutschland teilnahmen. Glas Trösch ...
Das „ArcForum“ Architektenseminar bei Glas Trösch Am 4. Juli 2003 fand bei der Glas Trösch Beratung in Ulm eine ganztägige Vortragsveranstaltung für Architekturund Planungsbüros statt, an der ca. 50 Architekten aus Süddeutschland teilnahmen. Glas Trösch bot ein abwechslungsreiches und interessantes Themenspektrum. So hat Johannes Leithner, Gesellschafter eines österreichischen Ingenieurbüros für Lichttechnik einen Beitrag über „Licht und Glas“ gehalten und die verschiedenen Möglichkeiten mit dem Spiel mit Licht sowie effektvollen Beleuchtungen eindrucksvoll gezeigt: Von einfach anmutenden, beleuchteten Fassadenund Raumgestaltungen bis hin zu einer aufwändigen Lichttechnik, die Glasböden und -wände, Glastreppen sowie Außenhautgestaltungen völlig verändert und in neuem Design erscheinen lässt. Die berühmtesten Models dieser Welt bewegen sich auf dem Armani-Catwalk in Mailand über beleuchtetes Computer-animiertes Glas, das den Laufsteg fast zur Hauptattraktion macht, aber auf jeden Fall die Show der Designer zur Begeisterung des Publikums werden lässt. Hier bietet Glas Trösch ein Equipment, das bereits auf der BAU in München im Januar 2003 präsentiert wurde. Bereits dort hatte der Messestand des Unternehmens das Zusammenspiel mit Licht und Glas zum Inhalt. Über glasstatische Herausforderungen referierte in diesem Zusammenhang die unternehmensinterne ArchiUntertektin Dipl.-Ing. Heidrun Matthäus. Die Gläser mussten auch statische, weil tragende Funktionen übernehmen. Jede Glasscheibe kam nur ein einziges Mal vor und keine hatte einen rechten Winkel. Wie das zu lösen war führte Dr. Ing. Albrecht Burmeister vom Ingenieurbüro Delta-X in Stuttgart aus, der einen Fachvortrag zum Thema „konstruktiver Glasbau“ am Beispiel dieses Glas Trösch Messestandes auf der BAU 2003 in München hielt. Vor dem Hintergrund dieses aufwändigen Bauwerks erläuterte er die Vorgehensweise, wie innerhalb der vorgegebenen Zeit die Anforderungen an Statik und Zulassungen umgesetzt werden konnten. Damit wurde die Kompetenz des Unternehmens, auch schwierigste Glaskonstruktionen in der täglichen Praxis zuverlässig auszuführen, unterstrichen. Umfangreiche statische Berechnungen, Bauteilversuche und Zustimmungen im Einzelfall waren für den zweigeArchischossigen Messestand erforderlich, auf dessen Glasboden im Obergeschoss sich ein erhebendes Gefühl einstellte. Noch ungewohnt für den Betrachter, der an diesem Beispiel Glas als absolut sicheres Bauteil erleben konnte. Betreten, begehen, anlehnen – alles war möglich. Die vier Meter lange Balkonscheibe lud förmlich zum Testen ein. Ohne zusätzliche, das Auge des Betrachters störende metallene Geländer, konnte man Sicherheit ohne Einschränkung fühlen. Und genau dies sollte den Besuchern vermittelt werden. Wo sonst Stahlpfeiler eingesetzt werden, um die Tragkonstruktion zu gewährleisten, hat sich Trösch eine Lösung ganz aus Glas einfallen lassen. Damit haben die Glasschwerter aus Verbundsicherheitsglas nicht nur für die erforderliche Statik gesorgt, sondern auch zusätzliche Transparenz ermöglicht. Es wurde aber nicht nur Theorie, sondern auch Praxis vermittelt. So besichtigte man den „Show-Truck“ des nehmens, ein 16 m langer LKW, der Glasprodukte, insbesondere Sonnenschutzgläser, sehr eindrucksvoll in ihrer Wirkung zeigt. Die verschiedenen „Sichtverhältnisse“ und die visuellen Unterschiede des Glases wurden von Dipl.-Ing. Tom Hagemann demonstriert. Anschließend wurden in einem Kugelfallversuch die Unterschiede von VSG mit unterschiedlichen Folien aufgezeigt. Die Bedeutung der Folie zwischen dem Glas zur Gewährleistung der Bruchsicherheit war damit augenscheinlich. Ebenso wie die Bruchbilder bei Zerstörung von ESG (Einscheibensicherheitsglas), das förmlich zerbröselt und TVG (Teilvorgespanntes Glas), das eine großflächige Rissbildung und damit eine höhere Resttragfähigkeit hat. Peter Kiewat von der „Glas Trösch Beratung“ hat im Anschluss auf die Sonnenschutzbeschichtungen von Glas den Schwerpunkt seines Vortrages gelegt. Auf diesem Sektor hat das Unternehmen eine umfangreiche Produktpalette zu bieten. Die Zuhörer konnten sich einen Überblick über die wichtigsten Begriffe zum Thema Sonnenschutzglas verschaffen. Worauf kommt es an beim Einsatz von Sonnenschutzglas? Auf die Selektivität, also dem Verhältnis von Lichttransmission zu g-Wert oder auf den Lichttransmissionsgrad, die Farbneutralität oder den Farbwiedergabeindex? Der Abschluss des Tages war Dipl.-Ing. Marcus Hermes vorbehalten, der über das eigentlich „trockene“ Thema der EnEV in seiner lebhaften Art zu berichten wusste. Die Anforderungen der Energieeinsparverordnung wurden dargestellt und so die Berechnung der Gesamtfensterwärmedämmung (Uw) aufgezeigt. Rahmen (Uf), Verglasung (Ug) und Glasrandzone () werden mit ihren genannten Flächenanteilen bewertet und der Uw-Wert mit der mittlerweile in der Branche allseits bekannten Formel berechnet. Aufgrund der guten Nachfrage zu dieser Veranstaltung wird Glas Tösch im Oktober eine Wiederholung organisieren. Die Demonstration der verschiedenen Bruchbilder von ESG und VSG war Thema des Architektenseminars bei Glas Trösch. 50 Architekten aus Süddeutschland kamen zum Architektenseminar „ArcForum“ der Glas Trösch Beratung in Ulm.
11. Leipziger Fassaden-Symposium am 6. November 2003 Das Leipziger Fassaden-Symposium ist seit der ersten Konferenz zu einer Traditionsveranstaltung geworden und findet in diesem Jahr zum 11. Mal statt. Schirmherr ist die Hochschule für Technik, ...
11. Leipziger Fassaden-Symposium am 6. November 2003 Das Leipziger Fassaden-Symposium ist seit der ersten Konferenz zu einer Traditionsveranstaltung geworden und findet in diesem Jahr zum 11. Mal statt. Schirmherr ist die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK), Leipzig, vertreten durch Prof. Dr.-Ing. Falk Nerger. In den Anfängen dieser Veranstaltungsreihe stand die Fassadentechnik im Vordergrund. Inzwischen haben sich die Inhalte der Leipziger Fassaden-Symposien zunehmend weiterentwickelt. Diesem gestiegenen Anspruch werden die Veranstalter auch in diesem Jahr wieder gerecht. Erstmalig dient die Bau- Fachmesse Leipzig (6.–9. November 2003) als Forum für das diesjährige 11. Leipziger Fassaden- Symposium. Bekannte Referenten aus unterschiedlichen Institutionen bieten dem Fachpublikum ein breites Spektrum an interessanten Vorträgen rund um das Thema Fassade. Fassaden werden – insbesondere bei stagnierender Konjunktur – als ein Faktor der Wertschöpfung und Werterhaltung gesehen. Eckdaten dazu liefert eine aktuelle FVHF-Fassadenmarktstudie, von von Gert Moegenburg, Fachverband Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden e. V. (FVHG), Berlin, vorgestellt wird. Mit Fallbeispielen belegt Dr.-Ing. Mathias Reuschel, Ingenieurkammer Sachsen, Trends zur technischen und ästhetischen Höherwertigkeit und Nachhaltigkeit von Fassaden. Prognostiziert wird nach demografischen Daten ein zukünftiger Mangel an Bauingenieuren. Prof. Dr.-Ing. Falk Nerger, HTWK Leipzig, beschreibt die Chancen für Bauingenieure in einer sich verändernden Gesellschaft. Moderne Glasfassaden haben vielfältige Anforderungen zu erfüllen. Dazu zählen nicht nur Dämm- und Sonnenschutzeigenschaften. Problemfelder können auch eine Verzerrung der Klimalasten oder die Glaseigenschaften sein. Eine kritische Position dazu wird Hans-Lothar Steltz, Steltz-Consult, Kalkar, beziehen. Neue Wege zur Realisierung komplexer Baumaßnahmen werden unter dem Motto „Die Bank – der Planer – der Bauherr“ vorgestellt. Dazu treten neben dem Bauherrn Karsten- Dairek Keune, Direktor der Deutschen Kreditbank (DKB), Leipzig, und Dr.-Ing. Mathias Reuschel zu einem Podiumsgespräch zusammen. Assessor Heinrich-Hartwig Mühe, Vereinigte Haftpflichtversicherungen (VHV), Hannover, berichtet abschließend über aktuelle Haftpflichtfragen der am Bau Beteiligten. Die Teilnehmer des 11. Leipziger Fassaden- Symposiums erhalten am Ende der Veranstaltung einen Gutschein zum freien Eintritt der Bau-Fachmesse Leipzig.
Zum zweiten Mal in diesem Jahr lädt der Flachglas MarkenKreis zu Fassadenbautagen für Fachleute aus der Branche ein. Nach Herne im Frühjahr wurde Ingolstadt als Ort für die Veranstaltung am 16./17. Oktober 2003 gewählt. Auf dem Programm der zweitägigen ...
Zum zweiten Mal in diesem Jahr lädt der Flachglas MarkenKreis zu Fassadenbautagen für Fachleute aus der Branche ein. Nach Herne im Frühjahr wurde Ingolstadt als Ort für die Veranstaltung am 16./17. Oktober 2003 gewählt. Auf dem Programm der zweitägigen Veranstaltung stehen vielfältige Informationen rund um die Fassadengestaltung mit Glas, die von Fachreferenten präsentiert werden. So wird Dipl.-Ing. Ferdinand Nagel (Züblin AG) über Fassadenprojektierung aus der Sicht eines Generalunternehmers und die geänderten Anforderungen an das Bauteil Fassade referieren. Prof. Dr. h. c. Klaus Layer (Leiter der Akademie für Glas-, Fenster- und Fassadentechnik, Karlsruhe) stellt „Erfahrungen aus Schadensfällen im Fassadenbau“ in den Mittelpunkt seines Vortrags. Weitere Themen behandeln u. a. absturzsichernde Verglasungen und deren Prüfverfahren, sommerlichen Wärmeschutz nach EnEV, die Ausschreibungs- und Expertensoftware GlasPlan, die Frage der Radarreflexionsdämpfung und die Anforderungen an Alarmgläser. Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Teilnahme sind im Internet unter www.fassadenbautage.de oder direkt bei der Flachglas MarkenKreis GmbH in Gelsenkirchen erhältlich. Mit dem Audi-Museum in Ingolstadt wurde ein Tagungsort gewählt, der selbst durch eine imposante Fassade hervorsticht, deren Glas aus den Reihen des Flachglas MarkenKreises kommt. Das vor zwei Jahren errichte „museum mobile“ besteht im Zentrum aus einem gläsernen Turm, der in Anlehnung an die Jahresringe eines Baumes als „Forum für Tradition und Vision“ die Geschichte des Automobilherstellers Audi verkörpern soll. Die Ringe im Innern des Forums drehen sich gegeneinander, so dass eine bewegte Raumskulptur entsteht und durch die transparente Glasarchitektur an nahezu jeder Stelle des Gebäudes ständig wechselnde Ein- und Ausblicke ermöglicht. Als besondere „Zugabe“ werden die Teilnehmer nach Ende des Programms des ersten Tages Gelegenheit haben, das Audi-Werk in Ingolstadt während einer Führung kennen zu lernen. Genaues Programm und weitere Informationen: FlachglasMarkenKreis GmbH, Auf der Reihe 2, 45884 Gelsenkirchen, Telefon 02 09 / 9 13 29-0, Fax 02 09 / 9 13 29-29, E-Mail: Info@flachglas-marken kreis.de, Internet: www.flachglas-marken kreis.de






