Ausgabe 04/2006

Der in diesem Jahr äußerst heiße Sommer hat vielen zu schaffen gemacht. Auch die neue Ausgabe der FASSADE halten Sie als leicht verschlankte Sommernummer in den Händen. Trotzdem wollen wir Ihnen nicht als leichte Kost erscheinen, ganz im Gegenteil: ...
Der in diesem Jahr äußerst heiße Sommer hat vielen zu schaffen gemacht. Auch die neue Ausgabe der FASSADE halten Sie als leicht verschlankte Sommernummer in den Händen. Trotzdem wollen wir Ihnen nicht als leichte Kost erscheinen, ganz im Gegenteil: Gerade bei extremen Temperaturen können moderne Fassaden und Sonnenschutzgläser erst so richtig zeigen, was Sie können. Wir präsentieren Ihnen einige Objekte, die neue Wege im Sonnenschutz gehen: Angefangen von Glas Marte, die den Sonnenschutz elegant in einer zweischaligen Ganzglasfassade unterbringen, über ein neues Isolierglas mit einer Kupfer-Streckeinlage bis hin zu einem neuen Sonnenschutzfilm, der keinerlei Abdunkelungseffekte bewirkt. An erster und prominentester Stelle steht allerdings das neue Museum von Mercedes- Benz, in dem die Marke „Mercedes“ geradezu zum Mythos erhoben wird. Ohne Zweifel stand hier Mercedes in der Pflicht, denn die führende Automarke kann sich nur in einem architektonischen Umfeld darstellen, das für sich ebenfalls das Prädikat führend in Anspruch nehmen kann. Es ist faszinierend, wie der Entwurf von der Grundstruktur eines Wankelmotors ausgeht und davon ausgehend die Geschichte des Automobils erzählt wird. Besonderes Augenmerk liegt hier auf den Brandschutzverglasungen, die im Siebdruckverfahren bearbeitet wurden und auch Teil des ästhetischen Konzepts der Architekten sind. Ganz selbstbewusst und mit einer gehörigen Portion Ironie wird im Mercedes-Museum auch Kaiser Wilhelm II. zitiert: „Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung.“ So kann man sich irren. Irren sollte man sich auch nicht bezüglich der Bedeutung des arabischen Raums für die internationale Bauwirtschaft. Besonders in Dubai und den anderen Staaten der Emirate jagt ein Superlativ den anderen – und ein Ende ist nicht abzusehen. Grund genug also, um auf den arabischen Raum und die zentrale Messe hinzuweisen: die „Big 5 Show“, die vom 28. Oktober bis 1. November 2006 in Dubai durchgeführt wird. Für die FASSADE ist dies auch ein Novum, da wir uns anlässlich der „Big 5 Show“ an einer Gemeinschaftspublikation aller Titel des Kleffmann-Verlags in englischer Sprache beteiligen, die in Dubai präsentiert werden wird. Wir informieren Sie in diesem Heft über dieses herausragende Event im Mittleren Osten. Besonderes Augenmerk sollten Sie auch auf den Erfahrungsbericht eines Mittelständlers richten, der deutlich macht, dass man kein Konzern sein muss, um im arabischen Raum Erfolg zu haben. Zudem hat „German Engineering“ im arabischen Raum einen guten Klang. Das sind eigentlich hinreichend Gründe, um seinen Geschäften auf neuen Märkten neuen Schwung zu verleihen, der im Inland ja nur zu selten wahrzunehmen ist. Wir laden Sie ein, sich mit Ihren Produkten und Dienstleistungen an unserem Publikationsprojekt für Dubai zu beteiligen. Nicht, dass es Ihnen am Ende so geht wie unserem alten Kaiser Wilhelm. Eine interessante Lektüre wünscht Ihr Friedrich Kleffmann friedrich.kleffmann@kleffmann-verlag.de
Mit einem wegweisenden Museumsneubau will Mercedes-Benz auch architektonisch Zeichen setzen Dieser einzigartige Museumsneubau verbindet eine Reihe radikaler räumlicher Grundsätze und schafft so eine völlig neue Typologie von Ausstellungsflächen: Alles ...
Mit einem wegweisenden Museumsneubau will Mercedes-Benz auch architektonisch Zeichen setzen Dieser einzigartige Museumsneubau verbindet eine Reihe radikaler räumlicher Grundsätze und schafft so eine völlig neue Typologie von Ausstellungsflächen: Alles scheint in Bewegung – rasant, überraschend, beeindruckend. Nach den Entwürfen des Amsterdamer Architekturbüros UN Studio van Berkel & Bos ist ein Gebäude entstanden, das planerisch wie baulich Grenzen überschreitet. Mythos Mercedes – Inszenierung einer Marke Ein Museum für Menschen schwebte den Niederländischen Architekten Ben van Berkel, Caroline Bos und Tobias Wallisser vor, als sie im Januar 2002 den Wettbewerb für das Mercedes-Benz Museum gewannen. Ein Museum für Menschen, die sich in ihm bewegen, träumen, lernen und sich von der Faszination, von Licht und Raum leiten lassen. Doch dieser glänzende Monolith aus Aluminium, der aussieht, als hätte er den Gürtel etwas zu eng schnallen müssen, ist mehr als „nur“ eine Sammlung von Meilensteinen der Automobilgeschichte, die der Stuttgarter Automobilkonzern setzte. Und er ist auch mehr als ein neues Wahrzeichen für die Baden-Württembergische Landeshauptstadt. Spätestens seit der Eröffnung Ende Mai 2006 ist klar, dass sich Besucher auf lange Warteschlangen einrichten müssen. Dabei sind es nicht nur Auto-Fans und Schulklassen, die sich geduldig den künstlich angelegten Hügel hinauf schieben. Es werden die Exkursionsteilnehmer der Architektenkammern und Studenten der Architektur- und Ingenieursfakultäten sein, die ihre Pilgerreise ins Untertürkheimer Gewerbegebiet antreten, um dieses kaum mehr zu begreifende Knäuel aus Gängen, Rampen und Lufträumen mit eigenen Augen zu sehen und zu verstehen hoffen. Kleeblattschleife, Wankelmotor und Doppelhelix als Grundstruktur Für das Automuseum haben sich die Architekten eine Figur des Unendlichen als gestalterischen Ausgangspunkt gesucht – die Kleeblattschleife. Der dabei entwickelte Grundriss ähnelt dem Querschnitt durch einen Wankelmotor: Um ein Zentrum, ein Dreieck mit konvexen Schenkeln, lagern drei sichelförmige Sektoren. Doch statt die so strukturierten Geschosse zu stapeln, lassen die Architekten sie sich derart in 48 Meter Höhe schrauben, dass immer zwei der Sektoren als Geschossböden genutzt werden, während der dritte als Luftraum über der jeweils darunter liegenden Windung liegt. Neun solcher Ebenen hat das Haus, auf welchen der Besucher auf zwei Pfaden, die beide von oben nach unten verlaufen, die Ausstellung erkunden kann: Während der »Rundgang der Sammlung« entlang der gleißend hellen Außenräume durch die Themenräume führt, wickelt sich im »Rundgang der Mythen« – das sind die zweigeschossigen Räume im dunkeln Bauch des Gebäudes – die Produktgeschichte von Mercedes- Benz ab. Ortbeton an der Grenze der Machbarkeit Bevor sich die Bauunternehmen ans Werk machen konnten, mussten sie das Gebäude erst einmal verstehen – die extreme Geometrie des neuen Mercedes-Benz Museums stellte alle Beteiligten vor besondere Herausforderungen. Die Umsetzung der außergewöhnlichen Gebäudegeometrie, deren Herstellung nur in Ortbeton möglich war, lag am Rande des technisch Machbaren. Aus diesem Grund wurden die Randbedingungen für die Herstellung der Schalungselemente bereits in einem sehr frühen Entwurfsstadium berücksichtigt. Für alle doppelt gekrümmten Bauteile wurde die gesamte Werkplanung von den Architekten als räumliches Computer-Modell erzeugt und an die Fachplaner und ausführenden Firmen weitergeleitet. In der Zusammenarbeit mit PERI wurde die gesamte Geometrie des Gebäudes als parametrisches Entwurfsmodell aufgebaut, um die Grenzwerte der Umsetzbarkeit ermitteln zu können. Erschwerend kam hinzu, dass die Herstellung der von den Planern geforderten, glatten Oberflächen bei doppelt gekrümmten Bauteilen ausgesprochen heikel ist. Zur Vereinfachung der Herstellung dieser zweiachsig gebogenen Flächen wurde ein Verfahren entwickelt, das es erlaubt, die doppelte Krümmung durch planeben zugeschnittene Elemente zu erzeugen, welche dann elastisch verformt in die gewünschte Form gedrückt werden. Dieses Verfahren fand sowohl bei den Schalungselementen für den Ortbeton als auch bei weiten Teilen der Fassadenverkleidung Einsatz. Bezeichnend für die Komplexität des Bauwerks: Die Software, die diesen architektonischen Geniestreich möglich machte, musste vor dem Bau erst geschrieben werden. Fassaden aus Aluminium und Glas Die einzelnen Fassadenelemente sind Unikate, dreidimensional geplant und gefertigt, die hinsichtlich Größe und Geometrie extremen Anforderungen genügen. Damit folgt das Museum einem landläufigen Trend in der Architektur: Werden Fassadenelemente gewöhnlich zweidimensional gefertigt und flach aufgelegt, können heutzutage mit Hilfe von CAD wesentlich komplexere Formen konstruiert werden. „So entstehen einzigartige Ansichten, mit denen eine Marke wie Mercedes- Benz weithin sichtbar wird“, erklärte Klaus Lother, Geschäftsführer der Josef Gartner GmbH, die unter anderem für die Fassade verantwortlich zeichnet. Die Hülle des Museums besteht aus Materialien, wie sie auch im Automobilbau Verwendung finden: Aluminium und Glas. Wie in sich verschlungene Bänder wirken die hell im Tageslicht glänzenden, polierten Aluminiumbleche, während die dunkler wirkenden Fensterbänder auf mysteriöse Weise ins Innere führen. Bei Nacht kehrt sich der Eindruck um: Die Außenhaut verschwimmt im Dunkel, von innen leuchtet ein geheimnisvolles Licht. Konstruktionsdetails zur Fassade In dreidimensionaler Bauweise fertigte das Gundelfinger Unternehmen Gartner 400 unterschiedliche Fassadenelemente, die bis zu 6 mal 8 Meter groß sind. Dafür wurden geschweißte Sonderprofile aus Stahl mit einer Gesamtlänge von insgesamt 11000 Metern und einem Gewicht von 250 Tonnen sowie rund 1700 Glas - scheiben mit Sondersiebdruck verarbeitet. Auch die Glasscheiben sind Einzelanfertigungen in einer Größe von maximal 2,50 mal 4,50 Metern, die bis zu 460 Kilogramm wiegen. Mit Pressleisten sind die Glasscheiben in den Stahlrahmen fixiert. Für die Verglasung wurde in den senkrechten Bereichen das Wärme-Sonnenschutz-Isolierglas ipasol 67/34 (Interpane AG) verwendet. Die nach innen geneigte Verglasung besteht aus 10 mm ESG, 16 mm SZR und VSG aus 2 mal 6 mm TVG. Die nach außen geneigten Bereiche dagegen aus 10 und 6 mm TVG, 16 mm SZR sowie 6 mm ESG bzw. TVG. Zwischen den einzelnen Gebäudeebenen sind auf einer Fläche von rund 8000 Quadratmetern Blechtafeln mit ei - ner Noppenprägung angeordnet. Die Tafeln sind überwiegend im Radius gebogen, ein Teil ist sphärisch gekrümmt. Brandschutzverglasungen mit Pyran S Für die Festverglasungen auf der obersten, repräsentativen Ebene E8, wo die beiden Rundgänge beginnen und die außerdem einen repräsentativen Eventbereich beherbergt, waren die Anforderungen an den Brandschutz besonders hoch – nicht nur in technischer, sondern vor allem auch in gestalterischer Hinsicht. Für die Verglasung zwischen dem Eventbereich mit vorgelagertem Foyer und dem »Rundgang der Mythen« einerseits sowie die das Foyer zum Atrium hin abschließende Festverglasung andererseits war G30 gefordert; darüber hinaus sollte die Verglasung absturzsichernde Funktion übernehmen. Die Brandschutzverglasung zum Atrium hin ist raumhoch ausgeführt, während sich die ca. 50 Meter lange Verglasung zwischen dem „Rundgang der Mythen“ und Eventbereich bzw. dem dem Eventbereichs vorgelagerten Foyer von ihrer Höhe her polygonal der ansteigenden Betonbrüstung anpasst. Beide Brandschutzverglasungen wurden mit Pyran S von Schott Jenaer Glas hergestellt, einem monolithischen, thermisch vorgespannten Borosilicatglas nach DIN EN 13024. Systeme mit Pyran S verhindern im Einsatz im vorbeugenden baulichen Brandschutz wirkungsvoll den Durchtritt von Feuer und Rauch, bleiben selbst unter größten thermischen Belastungen durchsichtig und gewährleisten somit die gefahrlose Evakuierung von Personen aus brennenden Gebäuden. Pyran S als solches erfüllt die geforderte Brandschutzanforderung G30, um aber die zusätzliche Funktion als absturzsichernde Verglasung zu gewährleisten, wurde ein VSG aus je zwei Scheiben Pyran S aufgebaut. Die Architekten wünschten eine möglichst filigrane Konstruktion ohne störende Pfosten; dementsprechend wurden beide Festverglasungen mit vertikal stumpf gestoßenen Scheiben ausgeführt. So kommt insbesondere der Verlauf des vom UN Studio entworfenen, extravaganten Musters (welches im Siebdruckverfahren zweifarbig auf die Scheiben aufgebracht wurde) gut zur Geltung. Darüber hinaus wurden die Scheiben, der Höhenentwicklung der Betonbrüstung folgend, polygonal ausgeführt und angeordnet. Der Originalität verpflichtet Nicht nur die aufwändig gestalteten Brandschutzverglasungen mit dem im Siebdruckverfahren zweifarbig aufgebrachten Muster – am Mercedes-Benz Museum ist (nahezu) alles einzigartig. Damit ist das Gebäude dem Originalitätsgedanken der Marke Mercedes-Benz verpflichtet, Mobilität und Sicherheit auf einen Nenner zu bringen – von der Erfindung des Automobils bis hin zur Vision des unfallfreien Fahrens. Bautafel Bauherr: DaimlerChrysler Immobilien GmbH, Stuttgart Entwurf: UN Studio van Berkel & Bos, Amsterdam Realisierung: UN Studio mit Wenzel + Wenzel, Stuttgart Ausstellungskonzept und Design: HG Merz, Stuttgart Tragwerksplanung: Werner Sobek Ingenieure GmbH & Co. KG Geometrie: Arnold Walz, Stuttgart Klima-Engineering: Transsolar Energietechnik, Stuttgart Innenarchitektur: UN Studio mit Concrete Architectural Associates, Amsterdam Wettbewerb: 2001 Baubeginn: September 2004 Fertigstellung: Mai 2006 Ausstellungsfläche: 16.500 m² BRI: 210.000 m² Sonnenschutzglas: ipasol 67/34 der Interpane AG, Lauenförde Brandschutzglas: Pyran® S von SCHOTT JENAer GLAS GmbH Montage Brandschutzverglasung: Andreas Oswald GmbH, München Bei Nacht kehrt sich das Erscheinungsbild um: Die Außenhaut verschwimmt im Dunkel, von innen leuchtet ein einladendes Licht. DaimlerChrysler AG (4) Zeitgemäßes Zuhause: Die nach innen geneigte Verglasung besteht aus 10 mm ESG, 16 mm SZR und VSG aus 2 X 6 mm TVG. Die nach außen geneigten Bereiche dagegen aus 10 und 6 mm TVG, 16 mm SZR sowie 6 mm ESG bzw. TVG. Um das Atrium schrauben sich die neun Geschosse in die Höhe. Hier werden die hohen Anforderungen an die Ausführung als Sichtbeton besonders deutlich. Für die 50 Meter lange Brandschutzverglasung wurde Pyran S zweifarbig (Beige und Braun) im Siebdruckverfahren mit einem Muster gemäß Entwurf der Architekten bedruckt. Schott Jenaer Glas Ironischer Anklang an ein wenig wegweisendes Zitat von Kaiser Wilhelm II.: „Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung.“ Anklänge an ein Kleeblatt und zugleich an den Wankelmotor: Eine Skizze des neuen Mercedes- Museums in Stuttgart. UN Studio van Berkel & Bos, Amsterdam
Neue Isolierverglasung mit Streckmetalleinlage wird vorgestellt Die neue Bibliothek in Des Moines, Iowa/USA, ist weit mehr als eine umfangreiche Büchersammlung. Das von David Chipperfield, London, entworfene Gebäude zeigt sich als städtische Einrichtung ...
Neue Isolierverglasung mit Streckmetalleinlage wird vorgestellt Die neue Bibliothek in Des Moines, Iowa/USA, ist weit mehr als eine umfangreiche Büchersammlung. Das von David Chipperfield, London, entworfene Gebäude zeigt sich als städtische Einrichtung mit einem breiten Spektrum an Bildungsangeboten. Neben Büchern, Zeitschriften und anderen Medien enthält die Zentralbibliothek historische Dokumente. Sie beherbergt darüber hinaus auch Klassenzimmer und Spielbereiche für Kinder und Jugendliche sowie ein Konferenzzentrum und kommerziell genutzte Räumlichkeiten. Als besonderes Gestaltungselement der Zentralbibliothek sticht die 3500 Quadratmeter große Fassade ins Auge. Für David Chipperfield entwickelte Okalux, Marktheidenfeld, eine Isolierverglasung mit Kupfereinlage, die der Glasfassade einen warmen metallischen Glanz verleiht und sie im Sonnenlicht reizvoll schimmern lässt. Die Einlage aus Streckmetall sorgt im Inneren des Gebäudes für weiches Raumlicht und dient als leistungsfähiger Sonnen- und Blendschutz. Die Verglasung ist teiltransparent. Das feinmaschige Perforationsmuster ermöglicht einem innen stehenden Betrachter die Durchsicht nach außen und bildet zugleich einen optischen Abschluss für außen stehende Betrachter. Die Streckmetalleinlage hat nicht nur gestalterische Bedeutung, sondern funktioniert auch als richtungsselektives Tageslichtsystem. Die unzähligen, asymmetrisch ausgestellten Metall-Perforationen wirken als Beschattungselemente in Miniaturform. Bei hohen Sonnenständen schirmt das Streckmetall die Sonne vollständig ab, der g-Wert erreicht bei senkrechter Einstrahlung 0,13. Für kleinere Höhenwinkel steigt der g-Wert an. Das bedeutet saisonalen Sonnenschutz für das Gebäude im Winter und Hitzeschutz im Sommer. Okatech bildet eine visuell und technisch gelungene Synthese von Sonnenschutz und Durchsicht. In der Bibliothek wurde meist eine Dreifach-Verglasung eigesetzt: Außen 6 mm Einscheibensicherheitsglas ESG, 2mm Scheibenzwischenraum mit Kupfer- Streckmetalleinlage, mittig Einscheibensicherheitsglas ESG 6 mm mit Sonnenund Wärmeschutzschicht. Auf einen Luftzwischenraum mit 14 mm folgt erneut 6 mm Einscheibensicherheitsglas ESG. Darüber hinaus wurde in geringerem Umfang eine Zweifach-Verglasung verwendet mit 6 mm Einscheibensicherheitsglas ESG außen, 2 mm Scheibenzwischenraum mit Kupfer-Streckmetalleinlage und 6 mm Einscheibensicherheitsglas ESG innen. Die neu errichtete Bibliothek in Des Moines / Iowa in den USA hat eine gläserne Außenhaut mit besonderen optischen Effekten, die von einer Kupfer-Streckeinlage im Isolierglas herrühren. Okalux (2) Sonnen- und Blendschutz bei gleichzeitiger Tageslichtversorgung: Lesesaal in der neu errichteten Bibliothek im US-amerikanischen Des Moines.
Zweischalige Ganzglasfassade mit durchdachtem Sonnenschutz und selbstreinigendem Glas Die Glas Marte GmbH mit Sitz in Bregenz hat mit der Erweiterung ihres Verwaltungsgebäudes das umfangreichste Modernisierungsund Erweiterungs projekt ihrer ...
Zweischalige Ganzglasfassade mit durchdachtem Sonnenschutz und selbstreinigendem Glas Die Glas Marte GmbH mit Sitz in Bregenz hat mit der Erweiterung ihres Verwaltungsgebäudes das umfangreichste Modernisierungsund Erweiterungs projekt ihrer Firmengeschichte fertig gestellt. Das 1930 gegründete Unternehmen, das zu den größten Glasverarbeitern in Österreich zählt, schmückt sich mit einer innovativen Ganzglas-Fassade an seinem erweiterten Verwaltungsgebäude. Bregenz, idyllisch am Ufer des Bodensees gelegen, keine zehn Kilometer von Deutschland und der Schweiz entfernt, ist der Sitz des traditionsreichen Familienunternehmens. Die rund 200 Mitarbeiter arbeiten dort, wo andere Urlaub machen: In unmittelbarer Nähe befinden sich in einmaliger Natur eingebettet die Skigebiete im Bregenzerwald, am Arlberg oder im Montafon. Zahlreiche kulturelle Angebote wie die Bregenzer Festspiele und die Schubertiade machen die Stadt auch ganzjährig zu einem beliebten Urlaubsziel. Kommunizierte Unternehmensphilosophie Offenheit gegenüber Gästen, ein ökologisches Bewusstsein und Wirtschaftlichkeit - diese Mischung findet sich nicht nur in der Region, sondern soll auch in der Unternehmensphilosophie von Glas Marte zum Ausdruck kommen. Diese Leitgedanken, so die Vorgabe, sollte die Glas-Fassade des erweiterten Verwaltungsgebäudes nach außen hin sichtbar machen. Gleichzeitig wurde großer Wert auf eine ökologisch wie ökonomisch sinnvolle Konstruktion gelegt. Die Kosten für Wartung, Pflege und Instandhaltung sollten auf ein Minimum reduziert werden. In Anbetracht dieser Vorgaben entschieden sich die Bauherren für eine zweischalige Ganzglas-Fassade. Ihre großflächige Verglasung mit wenigen, kaum sichtbaren Konstruktionsteilen vermittelt in großzügiger Weise Offenheit und Transparenz. Diese klare Architektursprache wird durch einen optisch praktisch nahtlosen Wechsel zwischen verschiedenen Materialen noch verstärkt. Vor allem aber in technischer Hinsicht stellt sie ein Optimum an moderner Fassadentechnologie dar und zeigt eindrucksvoll, was mit Glas heute alles möglich ist. Vor der Sonne geschützt Ausgeklügelt ist vor allem der Sonnenschutz. Da sind zum einen großflächige, leicht transparente Abschirmungen, die sich in dem ca. 40 cm breiten Zwischenraum der Fassade befinden und den Innenraum vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Sie dienen gleichzeitig als Sichtschutz und verdunkeln im geschlossenen Zustand die innen liegenden Räumlichkeiten. Durch den Pufferraum, der bei geschlossenen Lamellen der äußeren Fassadenschicht entsteht, sind die Abschirmungen keinen Wetter- und Windgeschwindigkeitsrestriktionen unterworfen. Außerdem sorgt eine raumhohe Dreifach- Isolierverglasung mit einem U g -Wert von 0,6 W/m2 K und einem g-Wert von 34% an der inneren Verglasungsebene zusätzlich für einen effektiven Schutz. Sie reicht ohne Sockelleiste vom Boden bis zur Decke und ist oben wie unten linienförmig gelagert. Die Ganzglasstöße sind hingegen in der Regel senkrecht. Durch diese Konstruktion konnte die innere Verglasungsebene mit dünnen Glasscheiben ausgeführt werden, um die äußere Glashaut als statische Komponente zu berücksichtigen und ihr so die Windlasten zu übertragen. Bewegliche und selbstreinigende Lamellen Die äußere Schicht der Fassade besteht aus beweglichen, senkrechten und exzentrisch angetriebenen Ganzglaslamellen. Bestehend aus Verbundsicherheitsglas (VSG) aus teilvorgespanntem Glas (TVG) verbinden sie im geöffneten wie im geschlossenen Zustand Funktionen des Schall- und Sonnenschutzes. Wärmedämmende Eigenschaften übernehmen die geschlossenen Lamellen ebenfalls, indem sich im Fassadenzwischenbereich ein Pufferraum aufbaut. Eine Besonderheit befindet sich auf deren Außenseiten. Sie sind mit der Titandioxid-Beschichtung von P ilkington Activ versehen, die über aktiv reinigende Eigenschaften verfügt. In einem ersten Schritt wird die Beschichtung durch die UV-Strahlung des Tageslichts aktiviert und so aktiver Sauerstoff freigesetzt. Dieser löst organische Verschmutzungen an der Grenzfläche zur Beschichtung an und verringert ihre Haftung zur Glasscheibe. Kleinere Verschmutzungen wie Fingerabdrücke werden gleich ganz aufgelöst. Die zweite besondere Eigenschaft ist die Filmbildung. Die Beschichtung zieht Wasser an, so dass sich ablaufendes (Regen-) Wasser nicht zu Tröpfchen verformt, sondern zu einem dünnen Film über die gesamte Fläche des Glases ausbreitet. Dadurch ist das Wasser in der Lage, den gelösten Schmutz zu unterwandern und abzulösen. Der Nutzen von Pilkington Activ wurde von Glas Marte in einer eingehenden Prüfung bestätigt: Deutlich geringere Reinigungskosten gegenüber unbeschichtetem Glas, keine Notwendigkeit zur Installation von Befahranlagen bei gleichzeitig nahezu gleich bleibenden strahlungstechnischen Werten. Glas Marte nutzte den Bau der eigenen Fassade, um Berechnungen und Studien aus der Planungsphase in der Praxis zu bestätigen. Unterschiedliche Punkte u. a. bezüglich eines wirkungsvollen Sonnenschutzes wurden dabei verifiziert. So wurde nachgewiesen, dass sich durch leicht geöffnete Lamellen die Hinterlüftung sowie die Oberflächentemperaturen der Glasbauteile verringern lassen. Dadurch muss das Isolierglas nur noch mit den Strahlungstransmissionswerten der äußeren Verglasung und nicht mehr mit dem Gesamtenergiedurchlassungsgrad (g-Wert) der äußeren Verglasung beaufschlagt werden. Glas Marte hat so mit dem Bau der Ganzglas-Fassade den Beweis erbracht, dass sich auch funktional hochwertige und optisch ansprechende Glasfassaden kostenmäßig optimieren lassen. Damit ist nun ein weiteres Großobjekt realisiert worden, das selbstreinigendes Glas in der Fassade verwendet. Nach der MSV-Arena in Duisburg und dem Hamburger Hotel East gibt es nun auch ein Objekt in Österreich. Man kann davon ausgehen, dass selbstreinigende Gläser in der Zukunft eine größere Rolle spielen werden. Wenn ein Glasverarbeiter eine neue Fassade baut, dann soll es wirklich eine Referenz für das Unternehmen sein: Das Bregenzer Unternehmen Glas Marte will damit zeigen, wie sich funktional hochwertige und optisch ansprechende Glasfassaden kostenmäßig optimieren lassen. Glas Marte (2) Die zweischalige Ganzglasfassade kombiniert durchdachten Sonnenschutz mit dem selbstreinigenden Glas Pilkington Activ
In Treviso/Italien wurde ein ehemaliges Industriegelände aufgewertet Das Areal Dal Negro, das seinen N amen von einer ursprünglich hier ansässigen Spielkartenfabrik ableitet, wird im Norden von der Stadtmauer Trevisos sowie dem Fluß begrenzt, im Osten ...
In Treviso/Italien wurde ein ehemaliges Industriegelände aufgewertet Das Areal Dal Negro, das seinen N amen von einer ursprünglich hier ansässigen Spielkartenfabrik ableitet, wird im Norden von der Stadtmauer Trevisos sowie dem Fluß begrenzt, im Osten und Süden von der Eisenbahn und erstreckt sich gen Westen bis hin zum Bahnhofsgelände. Die Anbindung an zwei große Verkehrsachsen, Eisenbahn und Umgehungsstraße, hat die Beziehung dieses Teils der Stadt zum Umland schon frühzeitig begünstigt, ihn im Umkehrschluß jedoch von dem historischen Stadtkern isoliert: typisches Beispiel einer inneren Peripherie. Jetzt sollte dieses Quartier, das bisher als ehemaliges Industriegebiet eher den Charakter von Marginalität gegenüber der Altstadt aufwies, aufgewertet und verstärkt städtebaulich genutzt werden, als Schnittstelle zwischen primär urbaner Struktur und dem Umland. Die unmittelbare Nähe zu historischen, zum Teil in Backstein errichteten Bauwerken aus dem 16. Jahrhundert diktierte dann auch den grundsätzlichen Entwurfsgedanken des mit der Planung beauftragten Ingenieurbüros Studio di Ingegneria Dr. Ing. Tiziano Bonato, Treviso und des Architekten Fabrizio Fontana, Padua. Städtebauliche Einbindung Voraussetzung für die Aufwertung des städtebaulichen Kontextes dieses ehemaligen Stadt-Randquartiers an der Kreuzung Via Venier und Viale Fratelli Bandiera war zunächst der Abriß der bereits seit längerem ungenutzten ein- bzw. zweigeschossigen Gebäude der Spielkartenfabrik Dal Negro, die diese Ecke an der genannten Kreuzung besetzt hatten. An ihrer Stelle, auf einem Grundstück von 5884 m² sollte jetzt ein Parkhaus für 643 Autos entstehen. Der visuelle „Schock“, den ein derartiges Volumen mit einer Grundfläche von 63 x 33 m und einer Höhe von fast 18 m bewirken könnte, ist durch zwei weitere, voneinander getrennte Baukörper abgeschwächt worden. Laubengänge vor den zurückgesetzten Erdgeschossen dieser beiden Verwaltungsgebäude lockern zusätzlich die volumetrischen Massen auf und nehmen dabei Bezug auf die zahlreichen Arkaden in dem benachbarten historischen Stadtkern. Das Gesamtgefüge dieses Gebäudeensembles schneidet zudem aus dem Grundstück einen Platz mit unregelmäßigem trapezförmigem Grundriss, der, ausgestattet mit Sitzmöbeln, Beleuchtungselementen und Grün, der öffentlichen Nutzung übertragen wurde. Da die Gebäudehöhen der alten Industrieanlage heute weit übertroffen werden, erhält die Strassenkreuzung jetzt ein ganz neues Erscheinungsbild. Die Schaffung der neuen Piazza war deshalb Voraussetzung für die Genehmigung dieser veränderten Situation. Durch das Abrücken der Verwaltungsgebäude von der Strassenkreuzung werden die neuen Höhen als niedriger und angenehmer empfunden. Die Fronten der beiden Verwaltungsgebäude und der der Piazza zugewandten Seite des Parkhauses sind mit vorgehängten Fassaden aus Ziegeln bekleidet. Sie vermitteln damit baustofflich zwischen Neubau und mittelalterlicher Bastion der Stadtmauer und setzen die neuen Gebäude in den angestrebten architektonischen Kontext mit der Umgebungsbebauung. Zweite Haut als objektprägende Gestaltungsidee Die innere Haut der Verwaltungsgebäude, als thermischer Abschluß und Schutz der Büros komplett verglast, wird ab dem 1. Obergeschoss von einer äußeren Haut aus gestreckten Ziegelelementen maskiert, sogenannte Baguettes, die als Sonderprodukt des Alphaton-Ziegelfassadensystems mit freien Zwischenräumen von 10,5 cm an einer auskragenden Metallstruktur in Rahmen befestigt sind. Dieser, als zweite Haut zunächst scheinbar überflüssige transparente Vorhang aus Ziegelstäben, befriedigt vielfältig das architektonische Konzept. Die Lebendigkeit der Gebäude verändert sich stetig. Von unterschiedlicher Sonneneinstrahlung belastete verglaste Wände im Süden, Osten und Westen werden durch die aufgereihten Ziegelbaguettes g leichzeitig abgeschirmt im Sinne eines bedingten Sonnenschutzes für die Büroarbeitsplätze. So konnte partiell auf zusätzliche Sonnenschutzanlagen verzichtet werden. Um nicht der Banalität zu verfallen hinsichtlich des äußeren Ausdrucks wurden darüberhinaus neben den Baguettes auch unterschiedliche, nicht homogene Lösungen gewählt. Teilbereiche der Fassade sind geschlossen, so zum Beispiel Abschnitte der zur Piazza orientierten Längsseite des freistehenden Verwaltungsgebäudes, die mit großformatigen, sogenannten Longoton- Ziegelpaltten, ebenfalls aus dem Hause Moeding Keramikfassaden GmbH, bekleidet worden sind, und zwar im Wechsel unterschiedlicher Längen- und Höhenformate. Lediglich die Fensteröffnungen der Sanitärbereiche und Treppenhäuser unterbrechen diese Fassade im Plattenformat. Vielfalt gliedert das Volumen des Parkhauses Die Fassaden des Parkhauses sind untereinander unterschiedlich behandelt, je nach Funktion des Raumes, auf den sie ausgerichtet sind. Die Längsseite, die auf die Piazza blickt, hat über ein Drittel der Höhe einen Sockel aus vertikalen vorgefertigten T-förmigen Stahlbetonelementen, die gegeneinander versetzt sind und so eine Luftdurchströmung ermöglichen, gleichzeitig aber das Licht der Autoscheinwerfer abblenden. Für die verbleibenden zwei Drittel der Höhe wurden Thema und Material der Bekleidung der Verwaltungsgebäude wieder aufgenommen. Die schmale Südseite sowie die Längsfassade im Westen sind im Sinne einer ganz anderen stilistischen Lösung mit einer ebenfalls semitransparenten Aluminium-Fassade aus horizontalen Lamellen bekleidet. Und schließlich wurde zwischen Parkhaus und Verwaltungsgebäude noch eine schwebende Struktur geschaffen, ebenfalls bekleidet mit Ziegelbaguettes, mit dem Ziel, die Masse der Ostfassade des Parkhauses zu gliedern. Dieses Verbindungselement begünstigt gleichzeitig die Szenographie des engen langen Platzes: Seine Dimension wird visuell beschnitten und läßt ihn angenehm und harmonisch erscheinen. Überquert man heute aus der Innenstadt von Treviso kommend den Ponte Garibaldi, hat man zur Rechten die Bastion aus dem 16. Jahrhundert und bewegt sich zugleich in Richtung des neuen Komplexes Dal Negro, dessen Erscheinungsbild von dem naturroten Ziegelmaterial der vorgehängten semitransparenten Alphaton- Baguette-Fassade bestimmt ist. Sieht man in Verlängerung dieser Achse dann weiter hinab die Via Viner, so fällt schließlich der Blick auf eine ebenfalls in Backstein errichtete, gotisch-romanische Kirche, den Tempio Votivo. Mit modernen Materialien und akzentuierter Baukörperausbildung ist es den Architekten gelungen, diese historische Blickachse städtebaulich zu schließen und das Quartier Dal Negro wieder an die Altstadt anzubinden. Bautafel Bauherr: Immobiliengesellschaft Dal Negro Srl. Architekten: - Ing. Tiziano Bonato, Treviso / Italien - Ing. Guido Ranieri Da Re, Treviso - Arch. Fabrizio Fontana, Padua Tragwerksplanung: Ing. Tiziano Bonato, Treviso Generalunternehmen Rohbau: Agribeton S.p.A., Treviso Alphaton- und Longhoton-Ziegelfassade: Moeding Keramikfassaden GmbH Verglasungen und Sonnenschutz: Somec S.p.A., Zoppè di S. Vendemiano (TV) Helldunkeleffekte durch den Widerschein des Lichts in den Glaswänden, aber auch die Umkehrung der Beleuchtung in der Dämmerung verändern stets die Lebendigkeit der Gebäude. Moeding Keramikfassaden (2) Das Gesamtgefüge dieses Ensembles im italienischen Treviso schneidet aus dem Grundstück eine Piazza.
3M Prestige Sonnenschutzfilm HPWF 70 vorgestellt Im Gegensatz zu bisher auf dem Markt erhältlichen Folien sorgt ein von 3M neu entwickelter Sonnenschutzfilm für eine Rückweisung der einfallenden Infrarotstrahlen von bis zu 97 % sowie für eine ...
3M Prestige Sonnenschutzfilm HPWF 70 vorgestellt Im Gegensatz zu bisher auf dem Markt erhältlichen Folien sorgt ein von 3M neu entwickelter Sonnenschutzfilm für eine Rückweisung der einfallenden Infrarotstrahlen von bis zu 97 % sowie für eine UV-Reduktion von 99,9 %. Die Besonderheit dabei: Der Prestige 70 ist fast glasklar. Bei dem auf Nano-Technologie basierenden Verfahren werden hunderte Lagen von hauchdünnen Folien übereinander gebracht. Das Ergebnis ist ein neuartiger Sonnenschutzfilm – dünner als eine Post-it Haftnotiz –, der trotz seiner hohen Lichttransmission für exzellente Hitzeschutzwerte sowie eine deutliche Reduktion von schädlichen UV-Strahlen, die Hauptursache von Bleichschäden, sorgt. Das für die Herstellung von Sonnenschutzfolien erstmalig eingesetzte neue Verfahren ermöglicht darüber hinaus den Verzicht auf Metallzusatz. Dies hat mehrere Vorteile: Zum einen kann eine Beeinträchtigung des Mobiltelefon- Empfangs in Räumen sowie – durch wegfallende Randversiegelung – eine Korrosion der Folie verhindert werden. Zum anderen verfügt der Prestige 70 im Gegensatz zu herkömmlichen Folien sowohl nach innen als auch nach außen über eine geringere Reflexion als Fensterglas – und das speziell in der Dämmerung. Auch bei der Applikation des neuen Sonnenschutzfilms ergeben sich aufgrund des fehlenden Metallanteils Vorteile: So ist weniger Wasser erforderlich als bei herkömmlichen Schutzfolien, was zu einer Verkürzung und Vereinfachung des Verlegeprozesses führt. Filmaufbau sowie Klebstoffsystem sorgen dabei für eine sehr schnelle Trockenzeit von unter 24 Stunden. Entwickelt wurde der 3M Prestige Sonnenschutzfilm HPWF 70 speziell für die Applikation auf der Scheiben-Innenseite. Er ist ab September 2006 erhältlich. Der neu entwickelte Sonnenschutzfilm Prestige 70 von 3M reflektiert bis zu 97 Prozent der einfallenden Infrarotstrahlen und bewirkt eine UV-Reduktion von 99,9 Prozent. 3M Deutschland
Informationstag in der Zeche Zollverein Das Essener Weltkulturerbe bildete am 12. Mai 2006 den ?stählernen? und somit idealen Rahmen für ?Steel meets Style? - einem Informationstag von Schüco Stahlsysteme Jansen und Schütt Stahl. Über 160 Architekten ...
Informationstag in der Zeche Zollverein Das Essener Weltkulturerbe bildete am 12. Mai 2006 den „stählernen“ und somit idealen Rahmen für „Steel meets Style“ - einem Informationstag von Schüco Stahlsysteme Jansen und Schütt Stahl. Über 160 Architekten sowie Geschäftsführer und Werkstattleiter von Schüco Partnerbetrieben informierten sich über Innovationen und neueste Maschinentechnologie. In Fachvorträgen erfuhren die interessierten Gäste alles zu den Themen Denkmalschutz, Sicherheit und transparentes Bauen mit Stahl. Die Schürerhalle der Zeche Zollverein als zentraler Mittelpunkt bot den Rahmen für eine Veranstaltung, bei der jeder Teilnehmer sein Programm wählen und damit den Tag nach seinen Wünschen individuell gestalten konnte. Die ausgestellte kleine Produktionsstraße u. a. mit dem Jansen-Schweißdrehtisch und diversen Stahlbearbeitungsmaschinen fand besonders bei den Vertretern der Handwerksbetriebe große Beachtung, während die einzelnen Fachvorträge z. B. über Innovationen aus Stahl, Sicherheit und Denkmalschutz von Firmenvertretern und Architekten gleichermaßen besucht wurden. Ein interessiertes Publikum lauschte dem Vortrag des Architekten Hans Krabel. Als Partner des Architekturbüros Heinrich Böll und Krabel referierte er über die Restaurierung und Erweiterung der Zeche Zollverein Schacht XII. Von der beeindruckenden Architektur des gesamten Zechengeländes überzeugten sich die Besucher auch während der angebotenen Geländeführungen. Zum Abschluss des Tages zeigte Thomas Mayer, Partner bei Prof. Christoph Mäckler Architekten, anhand faszinierender Objektbeispiele auf, wie gelungene Symbiosen zwischen historischer Bausubstanz und zeitgenössischer Architektur mit filigranen Stahlprofilsystemen entstehen. Zwischen den beiden eigenständigen Systemhäusern Jansen und Schüco besteht eine strategische Allianz. Jansen bietet in der Schweiz und Liechtenstein als Lizenznehmer die Aluminium- und Kunststoff-Systeme von Schüco an. Unter dem Begriff „Schüco Stahlsysteme Jansen“ vertreibt Schüco die Stahlsysteme von Jansen in Deutschland, Luxemburg, Skandinavien, UK und Russland. Die Zeche Zollverein in Essen als Treffpunkt für Architekten und stahlverarbeitende Baufachbetriebe während der Veranstaltung „Steel meets Style“ von Schüco. Hans Krabel vom Architekturbüro Heinrich Böll und Krabel demonstrierte denkmalgeschütztes Bauen am Beispiel der Zeche Zollverein Schacht XII. In kleinen Gruppen erhielten Geschäftsführer und Werkstattleiter Einblick in die neueste Maschinentechnologie.
Die internationale Baubranche bereitet sich auf die Big 5 in Dubai vor Wenn die Baubranche über Dubai und die anderen Länder der Vereinigten Arabischen Emirate spricht, dann kommt man nur selten ohne Superlative aus: die teuersten Hotels, die ...
Die internationale Baubranche bereitet sich auf die Big 5 in Dubai vor Wenn die Baubranche über Dubai und die anderen Länder der Vereinigten Arabischen Emirate spricht, dann kommt man nur selten ohne Superlative aus: die teuersten Hotels, die atemberaubendsten Projekte, Städte, die wie Pilze aus dem Boden schießen, sogar ohne dass es regnet, kurz: Boom und Business ohne Ende. Wenn man nun meint, dass dieser beispiellose Aufbruch bald eine natürliche Sättigung erreicht habe, wird man zumindest von den Prognosen der Experten Lügen gestraft. Lassen wir zunächst ein paar Zahlen sprechen. Jonathan Berger, Analyst bei der dmg World Media in Dubai, fasst die wirtschaftlichen Eckdaten für die Baubranche wie folgt zusammen: Gegenwärtig werden in der Golf-Region 1400 Baugroßprojekte abgewickelt mit einem geschätzten Volumen von 697 Milliarden US-$. Experten gehen davon aus, dass dieses Volumen wöchentlich um jeweils 4 Milliarden US- $ steigt, da weitere Bauprojekte in Angriff genommen werden. Nimmt man dies als Grundlage für eine Einschätzung der Bausituation im arabischen Raum, so gilt: der Sektor ist in höchstem Maße investitionsfreudig. Auch die Worte von Wolf Steinert, Sonderbeauftragter des Verbandes Deutscher Maschinenund Anlagenbau (VDMA) und der Messe München für das Projekt „Arabische Halbinsel, Partnerregion der bauma 2007“, lassen keinen Zweifel an diesen Perspektiven: „Wenn alle Projekte, die dort geplant sind, realisiert werden würden, stellten sie vom Volumen her alle Projekte der Region in den Schatten.“ Steinert geht zudem davon aus, dass sich in den nächsten fünf Jahren neben Dubai noch weitere regionale Zentren herauskristallisieren werden, die einen ähnlichen Boom entfachen sollen. Insbesondere gelte dies für Abu Dhabi, „aber auch Katar und Kuwait würden mehr in den Mittelpunkt des Interesses rücken“. Die BIG 5 in Dubai: Die Welt zu Gast bei Investitionswilligen Ohne Zweifel stellt die Baumesse „Big 5“, die vom 28.10. bis zum 1.11.2006 in Dubai stattfindet, die Drehscheibe für die gesamte internationale Bauwirtschaft dar. Sie ist die mit Abstand größte Baumesse in der gesamten Golfregion. Hier werden wieder ca. 2000 Firmen aus 50 Ländern für ihre Produkte und Dienstleistungen werben. Kein Wunder, dass dieses erstklassige Event bereits seit langem ausgebucht ist. „BIG 5“ steht für die Zusammenführung von fünf ursprünglich separaten Ausstellungen. An erster Stelle ist hier der Baubereich zu nennen, der mit Abstand den größten Raum einnimmt. Es ist die wichtigste Gelegenheit, um Systeme und Komponenten, Produkte und Dienstleistungen den Vertretern des privaten und öffentlichen Sektors der gesamten Region zu präsentieren. Der Bereich „Wassertechnologie“ stellt die einzige spezialisierte Ausstellung für dieses Segment im Mittleren Osten überhaupt dar. Der Bereich „Reinigung, Instandhaltung und Service“ ist für eine Region von besonderer Bedeutung, die außerordentlich stark von Hitze, Trockenheit und direkter Sonneneinstrahlung betroffen ist. Auch die Aussichten für den Bereich „Glas und Metall“ kann man als exzellent bezeichnen. Sowohl öffentliche als auch private Investoren haben einen großen Bedarf an hochwertigen Funktionsgläsern und innovativen Fassadensystemen. Schließlich ist der Bereich „Bad und Keramik“ zu nennen, der unverzichtbarer Bestandteil einer hochwertigen Gebäudeausstattung ist. Alle für den Export von Bauprodukten relevanten Länder werden auf der Big 5 in Dubai mit eigenen Ländervertretungen präsent sein. Kein Wunder, dass einer der Slogans der Organisatoren dieser Veranstaltung lautet: „The Big 5 Show means big business.“ Deutscher Pavillon will Flagge zeigen – nicht nur für die Großen Deutschland gehört zu den zentralen Exporteuren in die Region, und das liegt auch an dem guten Ruf von Produkten „Made in Germany“, wie Wolf Steinert weiter betont: „’German Engineering’ ist dort gefragt, weil es nach Meinung vieler Kunden die hohen Anforderungen des Baubooms meistern kann.“ Der deutsche Pavillon auf der Big 5 ist mit ca. 250 teilnehmenden Firmen von beträchtlicher Größe. Dabei ist es von besonderer Bedeutung, dass sich nicht nur Konzerne und Großbetriebe um Geschäftsbeziehungen in der Region bemühen, sondern auch mittelständische Betriebe, die ebenfalls ihre Chancen suchen. Ein Beispiel dafür ist der Fensterbauer iku windows aus Österreich, dessen „success story“ wir im nebenstehenden Kasten dokumentieren. Auch die FASSADE wird auf der diesjährigen Big 5 präsent sein. Zusammen mit den anderen Titel des Kleffmann-Verlags gibt sie das englischsprachige Magazin „German Engineering“ heraus, das deutschen Firmen unabhängig davon, ob sie auf der Big 5 präsent sind oder nicht, Gelegenheit zur Präsentation ihrer Produkte und Dienstleistungen gibt. Und natürlich wird über dieses bedeutende Event der Weltbauwirtschaft ausführlich berichtet werden. Man darf gespannt sein.
Ein Erfahrungsbericht der iku AG/Wien: Das in Wien beheimatete Familienunternehmen iku®windows (iku® intelligente Fenstersysteme AG) ist Spezialist für automatisch selbstreinigende Fenster sowie Glasfassaden als Pfosten-Riegel?System bzw. als Structural ...
Ein Erfahrungsbericht der iku AG/Wien: Das in Wien beheimatete Familienunternehmen iku®windows (iku® intelligente Fenstersysteme AG) ist Spezialist für automatisch selbstreinigende Fenster sowie Glasfassaden als Pfosten-Riegel–System bzw. als Structural Glazing System. Die iku®windows Chefs Julius und Tochter Monika Thurnher gaben Tipps zum Thema Geschäftschancen im arabischen Raum bei einer Veranstaltung der Wiener Wirtschaftskammer. Das österreichische Unternehmen hat besonders mit einer Produktgruppe – der elektronisch gesteuerte Reinigung und Beschattung von Glasfassaden – Erfolg auf der arabischen Halbinsel. Familienbetrieb hat Startvorteil Ihren Erfolg in den arabischen Märkten führte Monika Thurnher auf mehrere Faktoren zurück: „ Als Familienunternehmen hat man einen immensen Startvorteil, da auch das arabische Business von Clans dominiert wird. Das schafft Vertrauen.“ Dazu gehöre aber auch die persönliche Präsenz vor Ort. Bedarf genau evaluieren „Ganz besonders wichtig aber“, führte Julius Thurnher bei seinem Statement aus, „ist vor Markteintritt den Bedarf für das Produkt oder die Dienstleistung zu evaluieren. Denn die Konkurrenz ist besonders in den Emiraten, wie in Dubai oder Abu Dhabi, gewaltig. Für unsere Produkte - die selbst reinigenden Glassfassadensysteme, die weltweit konkurrenzlos sind - ist der Markt ideal: Massive Bautätigkeit, Sand und hohe Luftfeuchtigkeit erfordern mehr Reinigung der Glasflächen. Auch die Aufgeschlossenheit der arabischen Geschäftsleute gegenüber Neuheiten hat uns sehr geholfen.“ Logistik und Vertrieb Das Thema Logistik und Vertrieb habe iku®windows gelöst, indem Lizenzpartner vor Ort gesucht wurden. „Die Lizenzgebühren berechtigen die Partner dazu, das System zu nutzen. iku®windows in Wien mit seinen 13 Mitarbeitern liefert hauptsächlich Know-how und Supervision sowie die intelligenten Komponenten. Die Fertigung der Aluminiumteile und den Einsatz der Glasfassaden am Gebäude übernehmen die Partner vor Ort.“ Monika Thurnher macht auch Unternehmerinnen Mut, in den arabischen Ländern Fuß zu fassen: „In den Emiraten zum Beispiel hatte ich als Frau noch nie ein Problem. Ich bin immer mit ausgesuchter Höflichkeit behandelt worden.“ Kompetenz sei natürlich, wie auch in Europa oder Asien, Voraussetzung für den geschäftlichen Erfolg. www.iku-windows.com






