Samstag, 25. November 2017
FASSADE – Technik und Architektur Online Logo

Wohnungsbau – wirtschaftlich und innovativ

Eine der größten Bauaufgaben unserer Zeit besteht in der Lösung der aktuellen Wohnungsbauproblematik.

/cache/images/fvfh_bau-muenchen-2017_till-budde-190af28c1e15c4fea18beca6ad62f590.

Der Fachverband vorgehängte hinterlüftete Fassaden (FVHF) und seine Kooperationspartner, die Bundesstiftung Baukultur und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, widmeten die gemeinsamen Messeaktivitäten zur Bau 2017 dieser hochaktuellen, brisanten Thematik und ergänzten bzw. vertieften den Ansatz in einer Pressekonferenz mit anschließender Podiumsdiskussion.

Der FVHF-Messestand fungierte stärker noch als in den Jahren zuvor als Treffpunkt der VHF-Branche und des gesamten Netzwerkes. Ob Mitglieder, Kooperationspartner, befreundete nationale und internationale Branchenverbände, Hochschulen und Architekten, die Resonanz war in diesem Jahr besonders groß. Neben dem Messestand wurden auch die Fassaden-Rundgänge des Fachverbandes in diesem Jahr wieder sehr gut angenommen. Auf kompakte Weise wurde so das Kompetenznetzwerk rund um die vorgehängte hinterlüftete Fassade erlebbar gemacht.

Zeichen für neues Rollenverständnis

HandwerkMit dem Jahresschwerpunkt "Wohnungsbau – wirtschaftlich und innovativ", der gleichzeitig Titel und Leitthema des Messeauftrittes zur BAU 2017 ist, setzt der FVHF ein Zeichen für ein neues Rollenverständnis. Der Fachverband sieht seine Aufgabe darin, noch stärker als bisher, als "Chancen- und Ideengeber" zu fungieren.

Während er sich einerseits für die Bauart der vorgehängten hinterlüfteten Fassade (VHF), deren Funktionen, Eigenschaften, und Komponenten einsetzt, spielt das Thema Kooperation eine immer größere Rolle, ob mit und zwischen den Mitgliedern, als auch auf interdisziplinärer Ebene. Dieser Trend zeigt sich auch bei Mitgliederstruktur und –Anzahl. Der Verband wuchs in den letzten vier Monaten um 20 Prozent, mit zwölf weiteren interessierten Unternehmen konnten auf der BAU erfolgversprechende Gespräche geführt werden.

Zentraler Informations- und Treffpunkt

Der gemeinsame Messestand des FVHF und seines Mitausstellers der Bundesstiftung Baukultur diente als zentraler Informations- und Treffpunkt für alle fassadeninteressierten Besucher der BAU 2017 und demonstrierte auf anschauliche Weise den Netzwerkgedanken über die Verbandsgrenzen hinaus. Neben dem Jahresschwerpunkt standen die Themen "Serielles Bauen", "Sanieren im Bestand" und "Digitales Planen und Bauen" im Fokus der Präsentationen der einzelnen Mitgliedsunternehmen des Fachverbandes.

Anhand innovativer Bekleidungsmaterialien, technischer Exponate von Unterkonstruktionen, in Präsentationen und Montagevideos zur Verankerung, Verbindung sowie Befestigung der Elemente, zeigten diese auf, welches Potential die VHF für einen neuen zukunftsweisenden Wohnungsbau bietet. Professionelle Beratung und Praxis-Wissen aus erster Hand lieferte das engagierte und erfahrene Standbetreuungs-Team aus dem Mitgliedskreis des FVHF und der Bundesstiftung Baukultur.

Baukultur für Stadt und Land

Inhaltliche Synergien sowie die langjährige Zusammenarbeit des FVHF und der Bundesstiftung Baukultur waren auch 2017 Grundlage des gemeinsamen Auftrittes auf der Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme. Zahlreiche interessierte Besucher folgten der Einladung der beiden Kooperationspartner, deren gemeinsames Ziel es ist, alle am Bau Beteiligten für eine höhere Qualität gebauter Wohn- und Lebensräume durch den Einsatz innovativer Gebäude- und Fassadenlösungen zu sensibilisieren und damit das Thema Baukultur zu stärken.

HandwerkDie Bundesstiftung Baukultur präsentierte in diesem Rahmen unter anderem den neu erschienen Baukulturbericht 2016/17 "Stadt und Land", welcher die Lösung der Wohnungsbauproblematik nicht ausschließlich in den Großstädten und Ballungsräumen sieht, sondern im speziellen das Potential kleinerer Städte und ländlicher Räume untersucht. Der Besuch des Messestandes durch Staatssekretär Gunther Adler aus dem BMUB war auch in diesem Jahr ein besonderes Highlight der erfolgreichen Kooperation.

Drei starke Partner für den Wohnungsbau

Vertieft wurde die Präsenz des FVHF und der Bundesstiftung Baukultur auf der BAU 2017 durch eine Pressekonferenz, die inhaltlich durch eine Kooperation mit dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie unterstützt wurde. Frank Weigelt (Vorstand FVHF), Reiner Nagel, (Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur) und Michael Knipper, (Hauptgeschäftsführer HDB) stellten ihre Positionen zur aktuellen Wohnungsbausituation in kurzen Statements dar.

Im Anschluss fand eine inhaltlich sehr aussagekräftige Podiumsdiskussion mit dem Schwerpunkt "Serielles Bauen" statt, deren Podiums- und Expertenrunde sich aus Vertretern aus Bau-, Stadt- und Raumforschung (Andreas Rietz, Leiter des Referats Nachhaltiges Bauen im Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung), Wohnungswirtschaft (Hans-Otto Kraus, Beiratsmitglied der Bundesstiftung Baukultur), Hochschule (Prof. Karsten Tichelmann, Technische Universität Darmstadt), Planung (Mikala Holme Samsøe, Planerin/Architektin, München, Kopenhagen) und der deutschen Bauindustrie (Thorsten Senner, Vorstandsvorsitzender der Bundesfachabteilung Fassadenbau im HDB und Geschäftsführer Consens Bautechnik GmbH) zusammensetzte.

HandwerkDie Referenten diskutierten das Potential des seriellen Bauens vor ihrem jeweils sehr unterschiedlichen Hintergrund. Klarer Konsens der Diskussion bestand darin, dass es auf eine real gelebte Zusammenarbeit bzw. Kooperation aller Beteiligten ankomme. Gleichzeitig sind gestalterische Qualität und Vielfalt speziell vor dem Hintergrund früherer Uniformität unabdingbar, um als zukunftsfähige Variante einen Beitrag zur Lösung des Mangels an Wohnraum beizutragen. Die Ergebnisse bzw. das Fazit aus der Podiumsdiskussion dient als thematischer Auftakt zu weiteren Veranstaltungen des Fachverbandes in diesem Jahr.

Die Welt der VHF in drei Touren

Mit den Fassaden-Rundgängen ermöglichte der FVHF allen Interessierten tiefere Einblicke in die Vielfalt des "Systembaukastens" VHF. Zum zweiten Mal in Folge wurde dieses Angebot sehr gut angenommen. Mehr als 150 Besucher fanden sich zu den hochspezifischen Rundgängen zusammen. Besonderes Interesse an der "Fassade der Zukunft" bestand bei der kommenden Generation an Architekten.

Studierende der Hochschule München, der beruflichen Schule Vilshofen sowie der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach nahmen mit ihren Lehrkräften ebenso an den Rundgängen teil, wie Architekten und Fassaden-Profis. Erfahrene Guides und die Vertreter der jeweiligen Hersteller brachten den Teilnehmern in den kompakten Rundgängen sämtliche Komponenten des Fassadensystems näher.

www.fvhf.de

Leserkommentare

nach oben