Mittwoch, 18. Oktober 2017
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VDPM beschließt Strukturen & Arbeitsinhalte

Der VDPM hat auf seiner Mitgliederversammlung in Oberursel Ziele und die notwendigen Strukturen festgelegt sowie die wichtigsten Arbeitsschwerpunkte bis ins Jahr 2018 beschlossen.

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Auf dem Bild von links: Thomas Utermöller (Sakret Trockenbaustoffe Sachsen GmbH & Co.KG), Heike Horn (Schatzmeisterin; Schaefer Kalk GmbH & Co.KG), Andreas Neubeck (alsecco GmbH, Wildeck), Carsten Beier (quick-mix Gruppe GmbH & Co.KG, Osnabrück), Dr. Markus Pfeuffer (Stellv. Vors.; Heidelberger Beton GmbH, Heidelberg), Bruno Reisch (Saint-Gobain Weber GmbH, Merdingen), Jens Schmidt (Ejot Baubefestigungen GmbH, Bad Laasphe), Christoph Dorn (Vorstandsvors.; Knauf Gips KG), Dr. Andreas Weier (Stellv. Vors.; Sto SE & Co.KGaA, Stühlingen), Dr. Hans-Joachim Riechers (Hauptgeschäftsführer VDPM), Peter Sarantis (Baumit GmbH, Bad Hindelang), Erich Seufert (Hasit Trockenmörtel GmbH, Freising) und Thomas Mothes (Franken Maxit GmbH & Co.KG, Krölpa). (Foto: © VDPM)

Der Verband für Dämmsysteme, Putz & Mörtel (VDPM) sieht sich unabhängig von Herstellformen, Rohstoffen, Materialien, Formulierungen und Lieferformen als ganzheitliche Interessenvertretung aller Mitgliedsunternehmen in den drei Branchensegmenten Dämmsysteme, Putz und Mörtel.

111 Mitglieder im VDPM

Der VDPM hat aktuell 111 Mitglieder, die sich wie folgt zusammensetzen: 37 ordentliche Mitglieder, darunter fünf Landesverbände, 45 außerordentliche und 29 Fördermitglieder. Damit sind praktisch alle maßgebenden Unternehmen aus der Branche und deren Umfeld Mitglied im Verband.

Die stimmberechtigten Mitglieder wählten in Oberursel nun den zwölfköpfigen Vorstand des VDPM (Zusammensetzung siehe gesonderte Seite). Hauptgeschäftsführer des VDPM ist Dr. Hans-Joachim Riechers, ihm zur Seite stehen die Geschäftsführer Ralf Pasker (Dämmsysteme und Europa) und Antje Hannig (Putz und Mörtel).

Der VDPM hat seinen Sitz bereits in Berlin, nutzt aber aktuell noch die beiden Geschäftsstellen der fusionierten Verbände in Baden-Baden und Duisburg. Spätestens zum 1. Januar 2019 wird die Bundeshauptstadt alleiniger Verbandssitz.

Fusion bringt viele Vorteile

Die Mitglieder des Industrieverbandes WerkMörtel e.V. und des Fachverbandes Wärmedämm-Verbundsysteme hatten am 18. Mai 2017 in Bad Brückenau einstimmig die Fusion ihrer Organisationen zum neuen VDPM beschlossen und dessen Satzung, Beitragsordnung etc. verabschiedet.

Durch die Fusion ergeben sich entscheidende Vorteile: Bündelung von Know-how, höhere Effizienz in den Gremien durch Vermeiden von Doppelarbeit, gezielterer Einsatz der Experten aus den Unternehmen, eine breitere Außenwirkung, mehr Schlagkraft in Richtung Politik und eine Optimierung der Beitragssituation für die Mitgliedsunternehmen.

Logo des VDPM

Ein neuer Verband mit der Kraft und Leistungsfähigkeit zweier starker Partner muss auch in der Außenwirkung überzeugend auftreten. Dämmsysteme, Putz und Mörtel - der Dreiklang, den der neue Verband verkörpert, spiegelt sich im Logo wider.

Die klare Formensprache passt in die Welt des Bauens, die überlappenden Quadrate akzentuieren das Miteinander der drei Sparten und harmonieren in der gewählten Farbwelt. Kombiniert mit einer modernen, ausdrucksstarken Typografie ist ein unverwechselbares, prägnantes Logo für den VDPM entstanden.

Struktur des VDPM

Neben der Mitgliederversammlung und dem Vorstand bilden die neu installierten Arbeitskreise das Herzstück der Verbandsarbeit. Die Arbeitskreise sind mit den Experten aus den Mitgliedsunternehmen besetzt. Dort werden die gemeinsamen Themen beraten und die Positionierung des Verbandes sowie die notwendigen Aktivitäten beschlossen. Im technischen Bereich stehen neben umweltrelevanten Themen die Normung, die Forschung, das Baurecht sowie der Arbeits- und Gesundheitsschutz im Mittelpunkt.

Der Arbeitskreis Marketing und Öffentlichkeitsarbeit hat sofort nach der Verbandsfusion die Arbeit aufgenommen und für einen erfrischend neuen Verbandsauftritt gesorgt. Die bereits erfolgreich etablierten Marketinginitiativen im Bereich der Dämmsysteme und des Estrichs sollen fortgesetzt werden. Neu dazu kommt eine Initiative "Pro Putz" mit der Zielgruppe Architekten.

Strategische Ziele

Die drei wichtigsten strategischen Ziele des VDPM lauten wie folgt:
– Der VDPM erarbeitet einheitliche technische Grundlagen, Richtlinien und Qualitätsstandards für hochwertige und nachhaltige Dämmsysteme, Putze, Mörtel und Estriche. Diese stellt der Verband in der Öffentlichkeit insbesondere unter dem Aspekt der Produkt- und Systemqualität dar.
– Der VDPM initiiert gemeinsame Forschungsprojekte zur kontinuierlichen Verbesserung von Dämmsystemen, Putzen, Mörteln und Estrichen; ein besonderer Schwerpunkt liegt im Bereich der Umwelteigenschaften.
– Der VDPM betrachtet die vertretenen Produkte und Systeme stets ganzheitlich über ihren gesamten Lebenszyklus, entwickelt Lösungen zur Optimierung der einzelnen Phasen von der Herstellung bis zum Recycling und trägt Verantwortung für Ressourceneffizienz und Klimaschutz.

Vernetzung bleibt unabdingbar

In den Leitlinien des VDPM heißt es u.a.: "Wir fördern mithilfe unserer technischen Kompetenz und gezielter Kommunikation die Entwicklung des Dämm-, Putz-, Mörtel- und Estrich-Marktes im intensiven Dialog mit den verschiedenen Informations- und Entscheidungsträgern der Branchen."

Der VDPM strebt daher genau wie seine beiden Vorgängerverbände den engen Schulterschluss mit den Handwerksverbänden an. Das sind in erster Linie der Bundesverband Ausbau und Fassade und der Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz. Geplant ist für 2018 ein mit beiden Handwerksverbänden veranstalteter Branchentag.

Enge Vernetzung innerhalb der Bauwirtschaft

Vor dem Hintergrund der aktuellen Änderungen im deutschen Baurecht - Wegfall nationaler Zusatzanforderungen an Baustoffe oder Erweiterung des Haftungsumfangs auf die Aus- und Einbaukosten bei mangelhaften Baustoffen - ergibt sich ein erhöhter wechselseitiger Informationsbedarf mit weiteren Branchenverbänden (z.B. BDB).

Der VDPM hält eine enge Vernetzung innerhalb der Bauwirtschaft für unabdingbar und forciert die Zusammenarbeit. Der VDPM bleibt Mitglied im Bundesverband Baustoffe - Steine und Erden (BBS) und der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V. (DGfM). Auf europäischer Ebene gehört der VDPM sowohl der European Mortar Industry Organisation (EMO) als auch der European Association for External Thermal Insulation Composite Systems (EAE) an.

Sehr viele für die Mitgliedsunternehmen des VDPM relevante Themen und Inhalte werden inzwischen ausschließlich auf europäischer Ebene diskutiert und entschieden. Eine Präsenz in Brüssel über die europäischen Verbände und entsprechende Aktivitäten dort bleiben daher absolut notwendig.

www.vdpm.info

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