Dienstag, 12. Dezember 2017
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Revitalisierung des Finnlandhauses in Hamburg

Das als Finnlandhaus bekannte Hochhaus an der Esplanade in Hamburg wurde vollständig saniert und als Firmenhauptsitz des Immobilienunternehmens Becken sowie als Bürogebäude zukunftsfähig gemacht.

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Blick auf die Esplanade mit dem Finnlandhaus. (Foto: © Hagen Stier)

Das Gebäude wurde 1966 als innovative Hängekonstruktion nach Plänen von Helmut Hentrich und Hubert Petschnigg fertiggestellt. Seit 2002 ist das Finnlandhaus in der Denkmalliste der Stadt Hamburg aufgeführt und gehört seit 2012 zum eigenen Immobilienbestand der Becken Gruppe.

Zur Bauzeit einzigartig

HandwerkSeinen Namen trägt das Finnlandhaus aufgrund der früheren Nutzung durch das finnische Generalkonsulat sowie die Fluggesellschaft Finnair. In den 1960er Jahren galt es als eine Stilikone Hamburgs und liegt damals wie heute zwischen Außen- und Binnenalster an einer prominenten Adresse.

Die Konzeption als Hängegebäude war zur Bauzeit einzigartig und begründete sich auf beengende Baufluchtlinien, die einen Büroturm mit den geplanten Abmessungen auf dem Baugelände nicht zugelassen hätten. Von oben herab wurden deshalb die einzelnen Geschosse nacheinander entlang des tragenden Kerns eingefügt. Sie hängen damit frei über dem an die Baulinie zurückgezogenen Erdgeschoss.

Dessen ebenerdiger Pavillonbau besteht aus einem raumhoch verglasten Flachbau als Stahlkonstruktion und bietet über 370 m² eine große, flexible, stützenfreie Nutzfläche. Während die zwölf Obergeschosse als Bürofläche genutzt werden, dient er als Einzelhandelsfläche. Bei der Sanierung wurde das Hochhaus bis auf den Rohbau zurückgebaut und entsprechend der Anforderungen an ein zeitgemäßes Multi-Tenant Gebäude energetisch, haustechnisch und baulich optimiert.

Nach originalem Erscheinungsbild wiederentstehen lassen

HandwerkDas historische Tragsystem wurde dabei nicht verändert. Ziel der Revitalisierungsmaßnahme war es schließlich, das Gebäude insbesondere unter den Gesichtspunkten Denkmalschutz, Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit möglichst nach originalem Erscheinungsbild wiederentstehen zu lassen. So wurde unter Berücksichtigung aktueller technischer sowie energetischer Voraussetzungen der Originalzustand der Fassade von 1966 wiederhergestellt.

Die Außenwirkung des Gebäudes als "moderner Klassiker", wie es Matthias Latzke, Büroleiter bei HPP, beschreibt, wird damit neu belebt und auch in Zukunft als charakteristisches Werk vergangener Zeiten sprechen. "Wenn wir mit der Sanierung des Finnlandhauses den damaligen Mut und die Begeisterung für moderne Architektur neu vermitteln könnten, wären wir sehr glücklich", schließt Latzke.

www.hpp.com

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