Samstag, 23. März 2019
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Fassadenpreis für VHF verliehen

Herausragende vorgehängte hinterlüftete Fassaden standen im Mittelpunkt der diesjährigen Preisverleihung zum "Deutschen Fassadenpreis für VHF" am 13. September in Berlin.

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FVHF Geschäftsführer Ronald Winterfeld erläuterte die zukünftigen Aufgaben des Verbands und die Wichtigkeit des in den letzten Jahren aufgebauten Netzwerks rund um die VHF. (Foto: © FASSADE)

Im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums des FVHF (Fachverband Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden e. V.) erlebten die mehr als 180 Teilnehmer im historischen Ambiente der "Alten Pumpe" einen spannenden Abend mit einem strahlen Sieger: MGF Architekten (Stuttgart) wurden mit dem begehrten Architekturpreis ausgezeichnet.

Fassaden der Zukunft: Multifunktional und intelligent

HandwerkBevor die feierliche Preisverleihung anstand, nutzte zunächst Ministerialdirigent Lothar Fehn Krestas (Leiter der Unterabteilung BWI und BMI) die Gelegenheit, um die aktuelle und zukünftige Entwicklung im Bausektor aus dem Blickwinkel der Politik zu beleuchten.

Das Digitale Planen und Bauen, innovative Baumethoden und disruptive Veränderungsprozesse, neue funktionale Anforderungen an Fassaden und der Fachkräftemangel in Industrie und Handwerk erforderten zukünftig neue Lösungen, so der Experte. Multifunktional und intelligent müssten daher die Fassaden der Zukunft sein. Produktinnovationen in Verbindung mit neuen Funktionalitäten seien gefragt – digital geplant, modular konzipiert, vorgefertigt und seriell gebaut.

"Chancen- und Ideengeber"

FVHF-Geschäftsführer Ronald Winterfeld knüpfte in seiner Laudatio daran an. Die Aufgabe des FVHF sei es auch heute noch, als Motor der Entwicklung und als "Chancen- und Ideengeber" zu wirken, sich für die Bauart der VHF insgesamt, deren Funktionen, Eigenschaften und Komponenten einzusetzen und durch Kooperationen mit und zwischen den Mitgliedern Produkte und Systeme und deren Anwendung intensiv zu fördern.

Dies – so erläuterte Ronald Winterfeld in seinem Rückblick zur Historie des FHVF – sei schon vor 25 Jahren ein Hauptgrund für die Verbandsgründung gewesen und sei heute aktueller denn je.

Preisverleihung zum "Deutschen Fassadenpreis für VHF"

Zur Bildergalerie Im weiteren Verlauf des Abends stand die Preisverleihung zum "Deutschen Fassadenpreis für VHF" an, der in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal vergeben wurde. Über 160 Arbeiten seien eingereicht worden, so Moderator Prof. Jan Krause (office for architectual thinking).

Dabei wurde von den Laudatoren – darunter der Jury-Vorsitzende Rainer Nagel (Bundesstiftung Baukultur) und Till Schneider (Schneider + Schumacher) – immer wieder betont, wie hochwertig und qualitativ ansprechend die eingereichten Projekte waren und wie "eng" schließlich die Entscheidung der Fachjury ausfiel.

VHF-Fassade aus verzinktem Stahlblec

HandwerkAls Preisträger wurden schließlich MGF Architekten für den innovativen Gebäudeentwurf der Folkwang Universität der Künste (Fachbereich Gestaltung) auf dem Campus Welterbe Zollverein in Essen ausgezeichnet.

Dabei platzierten die Architekten auf dem ehemaligen Materiallagerplatz der Zeche einen maßgeschneiderten Bildungsstandort für junge Kreative und setzten dabei auf eine VHF-Fassade aus verzinktem Stahlblech.

Darüber hinaus vergab die interdisziplinär und aus unabhängigen Experten besetzte Fachjury fünf Anerkennungen:
1. Einfamilienhaus Timmdorf / Wohnen am Behler See (Wacker Zeiger Architekten, Hamburg)
2. Haus der Zukunft "Futurium" in Berlin (Richter Musikowski, Berlin)
3. Funktionsbau Umspannwerk Sellerstraße in Berlin (Heide & von Beckerath, Berlin)
4. Wohnbebauung am Anger in Berlin (roedig . schop architekten, Berlin)
5. Testturm ThyssenKrupp in Rottweil (Werner Sobeck und Helmut Jahn)

Im Anschluss an die Verleihung nutzten die anwesenden Gäste im Rahmen der gemütlichen Abendveranstaltung die Gelegenheit zum ausgiebigen Erfahrungsaustausch.

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www.fvhf.de

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